Siegen. Der Ärger ist aus der Welt geschafft, Fahrgäste mit Deutschlandticket dürfen zwischen Dillenburg und Dortmund auch in den Intercity einsteigen.

Das Deutschlandticket wird nun doch auch im Intercity (IC) Frankfurt-Siegen-Dortmund anerkannt – und zwar, wie andere Nahverkehrsfahrkarten auch, zwischen Dillenburg und Dortmund. Nicht gültig ist es allerdings in den „Sprintern“ von und nach Münster und Norddeich.

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Die Verbandsversammlung des Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) hat am Montag in Soest einer Vereinbarung zwischen NWL und Bahn zugestimmt. Grundlage für die Bezahlung sollen die Personenkilometer (also Kilometer je Fahrgast) sein, die seit der Einführung des Deutschlandtickets mehr befördert werden als zwischen September 2022 und April 2023. Bei einer Steigerung ab 15 Prozent soll der NWL zahlen. Der Zweckverband hat dafür in diesem Jahr 300.000 Euro eingeplant.

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Deutschlandticket gilt grundsätzlich nur im Nahverkehr – Siegener IC Ausnahme

Das Deutschlandticket für 49 Euro gilt als Monatsnetzkarte in allen Nahverkehrszügen Deutschlands. Der Intercity als Fernverkehrszug ist davon ausgenommen. Weil aber für die zweistündliche IC-Linie Frankfurt-Dortmund ein Regionalexpress weichen musste, nimmt die DB – gegen Bezahlung durch den NWL – zwischen Dillenburg und Dortmund auch Nahverkehrs-Fahrgäste mit. Diese Regelung wird nun auch, voraussichtlich ab 1. Juli, für den IC gelten.

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Zugleich hat die Verbandsversammlung beschlossen, die 49 Euro als „Höchsttarif“ festzusetzen: Das bedeutet, dass es in Westfalen-Lippe keine Monatsfahrkarten mehr gibt, die teurer sind. Die Einnahmenausfälle werden den Verkehrsunternehmen vom NWL erstattet, der sich wiederum beim Bund bedient.

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