Siegen/Düsseldorf. Landesweit sind angestellte Lehrkräfte zum Streik aufgerufen. GEW: Beamte dürfen die dadurch ausgefallenen Unterrichtsstunden nicht vertreten.

Die dritte Runde der Tarifverhandlungen steht an. Davor führt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW zusammen mit Verdi, der dbb Tarifunion und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen landesweiten Warnstreik am Dienstag, 5. Dezember, in Düsseldorf durch. Der mitgliederstärkste Verband von Lehrkräften im Kreis Siegen-Wittgenstein ruft alle angestellten Lehrerinnen und Lehrer zur Teilnahme auf.

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Maik Ehlen vom örtlichen Leitungsteam: „Es muss ein Angebot auf den Tisch, das die Anerkennung der Beschäftigten widerspiegelt. Nur Blockieren hilft da nicht weiter! Es muss endlich angemessen in Bildung investiert werden.“ Am Dienstag wird morgens ab 7 Uhr ein Streiklokal mit Streikfrühstück und Eintragen in die Streiklisten in der Siegerlandhalle eingerichtet. Um 8 Uhr fährt ein gemeinsam mit der GEW in Olpe organisierter Bus zur Demo nach Düsseldorf, in Wenden ist eine Zustiegsmöglichkeit geplant. Bis 10 Uhr können sich Streikende, die nicht mitfahren, noch in die Streiklisten eintragen, heißt es weiter von der GEW Siegen, die alle Angestellten um rege Teilnahme bittet, damit „ein starkes Signal von dem Warnstreik zur Unterstützung der Forderungen ausgeht“.

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Durch den Warnstreik wird es zu Unterrichtsausfall an den Schulen kommen, kündigt die Gewerkschaft an. Verbeamtete Lehrkräfte dürfen demnach die Stunden, die durch streikende Angestellte ausfällt, nicht vertreten, sondern lediglich die unter Umständen notwendige Aufsicht oder Betreuung besonders jüngerer Schülerinnen und Schüler geewähleisten. Das jeweilige Ausmaß des Unterrichtsausfalls hänge sehr stark von der Anzahl der Teilnehmenden vor Ort ab.