Bauarbeiten

Ausbau der Kölner Straße in Netphen-Deuz beginnt im Juni

Der Ausbau der Kölner Straße beginnt im Juni. Der ersteBaubschnitt reicht bis zum Einkaufszentrum Kälberhof., wo ein Minikreisel angelegt wird.

Foto: Jürgen Schade

Der Ausbau der Kölner Straße beginnt im Juni. Der ersteBaubschnitt reicht bis zum Einkaufszentrum Kälberhof., wo ein Minikreisel angelegt wird. Foto: Jürgen Schade

Deuz.   Die Deuzer richten sich auf die Baustelle ein: Für Umleitung durch Waldstraße wird ein Kreisverkehr eingerichtet. Abschluss nicht vor Ende 2020.

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Diesmal geht es wirklich los: 700 000 Euro stehen für dieses Jahr im Landeshaushalt bereit, die Aufträge sind vergeben. Anfang Juni beginnt der Ausbau der Kölner Straße — zunächst an ganz anderer Stelle: An der Einmündung der Waldstraße in die Feuersbacher Straße lässt der Landesbetrieb Straßenbau einen provisorischen Kreisverkehr anlegen. Denn die Waldstraße wird in den nächsten beiden Jahren als Umleitungsstrecke dienen. „Der Verkehr wird sich deutlich verschieben“, erwartet Oliver Alt, Projektleiter beim Landesbetrieb. Die Kölner Straße wird voll gesperrt.

Das wird gebaut

Der erste, etwa 800 Meter lange Bauabschnitt beginnt am Ortseingang und endet an der Abzweigung zum Einkaufszentrum Kälberhof. An der Ortseinfahrt bekommt die L 729 einen „Geschwindigkeitsdämpfer“, die Fahrbahn wird verschwenkt und durch eine Mittelinsel geteilt. Der Kälberhof-Knoten wird als „Minikreisel“ ausgestaltet. „Die Fahrbahn ist ziemlich kaputt“, sagt Oliver Alt.

Voraussichtlich werde auch ein Teil des Unterbaus ausgetauscht werden müssen – was die Kalkulation der Bauzeit schwierig macht. „Das kann schon mal eine Überraschung geben.“ Im Zuge des Straßenausbaus lässt die Stadt den Gehweg erneuern, außerdem werden Versorgungsleitungen und zum Teil auch der Kanal ausgewechselt. Der Landesbetrieb rechnet damit, dass die Arbeiten nicht bis zum Wintereinbruch abgeschlossen und im Frühjahr 2019 fortgesetzt werden.

Das kommt danach

Bereits in der Planung ist der anschließende Bauabschnitt bis zur Einmündung Albert-Irle-/Herborner Straße. „Wir möchten nahtlos anschließen“, sagt Projektleiter Oliver Alt. Die Planung dazu ist in Arbeit: „Deutlich aufwändiger als auf der freien Strecke.“ Wichtig ist die Abstimmung mit den Anliegern, deren Grundstückszufahrten an die erneuerte Fahrbahn angeglichen werden müssen. Hinzu kommen die beiden Brücken über die Sieg und die Werthe, die ebenfalls erneuert werden müssen.

Schließlich der große Kreisel Kölner/Marburger/Albert-Irle-Straße, der allein mit 580 000 Euro zu Buche schlägt und in der Prioritätenliste des Regionalrats inzwischen bereits auf Rang 4 steht. Frühestens Ende 2020, schätzt Projektleiter Alt, werden die Arbeiten abgeschlossen. Offen ist, ob dann auch noch am Bahnhof ein weiterer Kreisel gebaut wird — da , wo die Albert-Irle-Straße (L 729) in die Feuersbacher Straße (L 719) einmündet. In der Prioritätenliste steht dieser Kreisel, mit 400 000 Euro kalkuliert, nur in der Liste mit den „weiteren Maßnahmen“.

Das geschah bisher

  • Auf den Ausbau der Kölner Straße haben die Deuzer lange gewartet. Ende 2013, vor fast fünf Jahren hatte die Stadt ihren Kostenanteil für den Neubau der Gehwege erstmals in den Haushalt eingeplant, mit dem sie dann vor Weihnachten den Rat überraschte. Sehr bald konnte der Betrag dann auch wieder „eingespart“ werden.
  • Im November 2014 war für den Landesbetrieb Straßenbau klar, dass das Budget auch 2015 nicht für Deuz reichen würde.
  • Im April 2015 präsentierte der kürzlich verstorbene Ortsbürgermeister Dr. Herbert Kneppe dem damaligen SPD-Landtagsabgeordneten Falk Heinrichs die Straße: Auf der Fahrbahn floss das Wasser schon damals nicht mehr ab, die durch die Pfützen fahrenden Autos spritzten die Fußgänger nass.
  • Vom Leiter der Regionalniederlassung des Landesbetriebs ließ Heinrichs sich einen Baubeginn für 2016 zusichern. Im Ausbauprogramm für 2016, das Ende 2015 präsentiert wurde, tauchte die Kölner Straße allerdings nicht auf.
  • „Frühestens 2017“, musste Bürgermeister Paul Wagener dem Rat berichten.
  • Aus dem April 2017 stammt die aktuelle Ansage: 2018 werde die „bestandsorientierte Ertüchtigung“ beginnen, erfuhren die Deuzer im April auf der Bürgerversammlung. Die Straße werde nun komplett erneuert — für die anfangs nur geplante Erneuerung der Fahrbahndecke seien die Schäden zu groß.

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