Inklusionshotel

AWO-Inklusionshotel in Netphen-Deuz soll 48 Zimmer bekommen

Eine Visualisierung des geplanten Inklusionshotels in Deuz. 48 Zimmer sollen hinter dem bisherigen Bildungszentrum entstehen

Foto: Kirchner Immobilien

Eine Visualisierung des geplanten Inklusionshotels in Deuz. 48 Zimmer sollen hinter dem bisherigen Bildungszentrum entstehen

Deuz.   Die AWO hat neue Pläne für ihr geplantes Inklusionshotel in Netphen-Deuz vorgestellt. Es bekommt deutlich mehr Zimmer, als bisher gedacht.

Noch ist es nur ein kleiner, weißer Holzklotz in einem Modell von Deuz – in knapp zwei Jahren soll das geplante Inklusionshotel der AWO dann aber auch in Originalgröße stehen – und alles andere als ein „Klotz“ sein. „Als wir im September den Anwohnern unsere ersten Pläne vorgestellt haben, wurden schnell die vier Stockwerke kritisiert. Der Vorwurf lautete, dass so das Landschaftsbild darunter leiden würde“, sagt Dr. Andreas M. Neumann.

48 Zimmer statt der ursprünglich 26

Gemeinsam mit Michael Kirchner von der gleichnamigen Immobilienfirma warf der AWO-Geschäftsführer die Pläne für das Hotel am Sterndill nochmal um. 48 Zimmer sind im neuen Plan für das Inklusionshotel vorgesehen, im Ursprungsentwurf waren es nur 26 gewesen. Aus vier Geschossen werden zudem zwei, dafür ist die Grundfläche größer. „Wir haben damals etwas kleiner und höher geplant, weil wir uns auf unser eigenes Grundstück beschränkt haben.

Sollte die Politik unserem Plan zustimmen, würden wir der Stadt Netphen die benötigten Grundstücke noch abkaufen oder sie pachten“, erklärt Neumann weiter. Statt im östlichen Bereich des bereits bestehenden AWO-Bildungszentrums soll der Hotelkomplex nun hinter der ehemaligen Förderschule Deuz entstehen.

Aus dem als „Klotz“ verspotteten Erstentwurf wird ein flacheres Gebäude im Stil eines Campus. „Der Eingangsbereich dient als Verbindungsstück zwischen Bildungszentrum und Gästezimmern“, so Neumann weiter. Alle Zimmer sind dabei schwellen-, einige auch barrierefrei.

Fünf bis sechs Mitarbeiter mit Behinderung sollen künftig im Inklusionshotel arbeiten. „Wir wollen auch einen Schritt Richtung Integration machen, sodass die Hälfte der Belegschaft aus Menschen mit Behinderung besteht“, erklärt Andreas Neumann. Die insgesamt zwölf Mitarbeiter sollen sich vor allem auf die Kernaufgaben im Hotel konzentrieren, Bereiche wie etwa Wäsche oder Reinigung werden an externe Firmen vergeben. „Hier wäre es zum Beispiel denkbar, mit den Siegener Werkstätten zu kooperieren“, sagt der AWO-Geschäftsführer weiter.

6 Millionen Euro soll die neue Anlage insgesamt kosten, bezogen werden soll sie vor allem von Tagungs- und Seminargästen. „Von Montag bis Donnerstag beschränkt sich dies auf Gäste des AWO-Bildungszentrums, am Wochenende wollen wir auch für externe Interessenten attraktive Angebote erstellen“, so Neumann. Urlaubs- oder auch Wandergäste könnten ebenfalls Zimmer buchen.

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