Verkehr

Bauausschuss gibt grünes Licht für Koblenzer Straße

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Die Koblenzer Straße in Siegen soll umgestaltet werden, um eine Verkehrsentlastung für die Innenstadt zu erreichen - als Fortführung der Maßnahmen in der Sandstraße im Zuge des Neue-Ufer-Projekts.

Die Koblenzer Straße in Siegen soll umgestaltet werden, um eine Verkehrsentlastung für die Innenstadt zu erreichen - als Fortführung der Maßnahmen in der Sandstraße im Zuge des Neue-Ufer-Projekts.

Foto: Florian Adam

Siegen.   Die Maßnahme soll zur Verkehrsentlastung der Innenstadt und damit geringeren Feinstaubwerten führen. Beginn ist 2019.

Die Umgestaltung der Koblenzer Straße zwischen Kochs Ecke und Obergraben (wir berichteten) ist beschlossene Sache. Der Bauausschuss stimmte der Umsetzung geschlossen zu, nachdem der Bezirksausschuss Siegen-Mitte sie in einer gemeinsamen Sitzung beider Gremien – bei drei Enthaltungen – empfohlen hatte.

Laut Beschluss sollen einige kleinere Änderungsvorschläge, die in der politischen Diskussion aufkamen, noch einmal erwogen und gegebenenfalls berücksichtigt werden

Ziele

„Wir haben den Auftrag, Lösungen zu finden, wie man mehr Verkehr auf die HTS lenken kann“, betonte Anke Schreiber, Leiterin der Abteilung Straße und Verkehr. Aus Richtung Eiserfeld kommend sollen laut Planung zwei – statt heute einer – Linksabbiegerspuren Richtung HTS entstehen.

Die Maßnahme soll zu einer Verkehrsentlastung der Innenstadt und damit geringeren Feinstaubwerten führen. Deshalb wies Stadtbaurat Henrik Schumann darauf hin, dass eine Vertagung der Entscheidung, um die strittigen Punkte über weitere politische Beratungsrunden detailliert auszuarbeiten, nicht ratsam sei – denn die Bezirksregierung erwarte, dass die Stadt Schritte bezüglich der Feinstaubproblematik einleite. Gleichwohl signalisierte die Verwaltung, dass Anregungen weiterhin beachtet würden.

Konflikte

Schon im Verkehrsausschuss war in der vergangenen Woche Skepsis bezüglich des Radverkehrs laut geworden. In Richtung Kölner Tor ist ein 1,85 Meter breiter Radfahrstreifen zwischen Busspur und Fahrspur für den motorisierten Individualverkehr vorgesehen.

Dieser „beginnt im Nichts und endet in einer Verschwenkung“, erneuerte Mark Rothenpieler (CDU) die Kritik. Ab Höhe der Ausfahrt Oranienstraße müssten Rechtsabbieger Richtung Obergraben den Radfahrstreifen kreuzen. Eine erste Änderung wurde deshalb bereits kurzfristig in den Plan eingearbeitet: Eine seitliche Verkehrsinsel soll die Straßenführung visuell betonen.

Stefan Wied von der Abteilung Straße und Verkehr verwies auf andere Stellen im Stadtgebiet, wo ähnliche Arrangements funktionieren. Stadtbaurat Schumann hob hervor, dass es für Radfahrer auf der Koblenzer Straße auch aktuell zu gefährlichen Situationen kommen könne. Mit einem Unterschied: „Heute weiß der Autofahrer nicht immer, wo die Radfahrer sind.“

In der neuen Planung sei dies klarer, da es für die Radfahrer den ausgewiesenen Streifen gäbe, somit jeder wisse, worauf zu achten sei. Schumann: „Von daher ist das auf jeden Fall eine Verbesserung.“

Fernbushaltestelle

In den Plänen ist die Fernbushaltestelle in Richtung Eiserfeld in ihrer heutigen Position berücksichtigt – sie wird lediglich etwas verschmälert. „Das heißt nicht, dass die Fernbushaltestelle dauerhaft dort bleibt“, merkte Anke Schreiber an.

Die Prüfung geeigneter Optionen für eine Verlegung sind laut Verwaltung ein Dauerthema. Solange es den alternativen Standort aber nicht gebe, sei die derzeitige Lösung in den Planungen aufzugreifen.

Sollte es dann doch zu einer Verlegung kommen, „hat das keine gravierende Wirkung auf die Umgestaltung der Koblenzer Straße“, so Schreiber: In diesem Fall werde dann die Rechtsabbiegerspur Richtung Morleystraße länger.

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