Briefmarken erinnern an Walter Krämer

Siegen/Netphen.   Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) hat anlässlich der Ermordung Walter Krämers vor 76 Jahren und im Gedenken an den „Arzt von Buchenwald“ zwei Briefmarken herausgegeben. Sie zeigen das Porträt des in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Geehrten und Fotos des Walter-Krämer-Platzes in Weidenau.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) hat anlässlich der Ermordung Walter Krämers vor 76 Jahren und im Gedenken an den „Arzt von Buchenwald“ zwei Briefmarken herausgegeben. Sie zeigen das Porträt des in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem Geehrten und Fotos des Walter-Krämer-Platzes in Weidenau.

Walter Krämer war Abgeordneter (KPD) im Preußischen Landtag, wurde nach dem Reichstagsbrand 1933 verhaftet und ab 1937 im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Dort eignete er sich medizinische Kenntnisse an und wurde im Krankenbau eingesetzt. Am 6. November 1941 töteten ihn SS-Schergen. Der Staat Israel hat ihm posthum den Titel „Gerechter unter den Völkern“ verliehen.

Größter Siegen-Wittgensteiner

Im Juli wurde Walter Krämer mit 44 Prozent der Stimmen in einer Umfrage des Kreises Siegen-Wittgenstein zum „größten Siegen-Wittgen­steiner“ gewählt. Wilfried Lerchstein vom Verein der Briefmarkenfreunde Netphen nahm dies zum Anlass, einen ersten Entwurf für die Marke zu erstellen, den er noch mit dem inzwischen verstorbenen Krämer-Biographen Klaus Dietermann begutachtete.

Die VVN-BdA hat die Idee nun umgesetzt und bietet ab sofort die beiden 70-Cent-Motive auf einem 20er Bogen zum Stückpreis von 20 Euro plus Versandkosten an. Auch auf der „Südwestfalen-Börse Netphen-Siegen“ am Samstag, 11. November, in der Netphener Georg-Heimann-Halle werden die Bögen angeboten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben