Baustelle

Brücke einspurig: Keine Direktverbindung A45–Ikea in Siegen

Die Talbrücke Achenbach, hier von der Alten Dreisbach aus gesehen, ist für die Verkehrslasten nicht mehr ausgelegt.

Die Talbrücke Achenbach, hier von der Alten Dreisbach aus gesehen, ist für die Verkehrslasten nicht mehr ausgelegt.

Foto: Hendrik Schulz

Achenbach.  Künftig gibt es am A45-Zubringer an der Abfahrt Siegen Richtung Ikea nur noch eine Fahrspur. Verkehrslast zu groß für die Talbrücke Achenbach.

Ab Dienstag, 22. Oktober, wird es eng auf dem Autobahnzubringer (B62) der Anschlussstelle Siegen: Die Autobahnniederlassung Hamm des Landesbetriebs Straßen NRW lässt bis Anfang November eine neue Markierung auf der Talbrücke Achenbach aufbringen.

Während dieser Arbeiten steht dem Verkehr in jeder Fahrtrichtung nur ein eingeengter Fahrstreifen zur Verfügung. Auch besteht von der Autobahn kommend Richtung Ikea keine direkte Verbindung. Der Verkehr zum Möbelhaus wird über den Kreisel an der Mündung des Zubringers auf die Eiserfelder Straße umgeleitet.

Neue Fahrspuren auf der inneren Seite der Brücken

In Zukunft wird der Verkehr auf der B62 zwischen der A45 und der Wallhausenstraße (Abfahrt Ikea) in Fahrtrichtung zur A45 zweispurig und in Gegenrichtung nur noch einstreifig geführt werden. Die neu eingerichteten Fahrspuren laufen auf der inneren Seite der Brücke um die Brückenränder zu entlasten.

Statische Nachrechnungen haben ergeben, dass das Brückenbauwerk Achenbach die heutigen Lasten nicht mehr aufnehmen kann. Tragende Elemente wie der Spannstahl würden nicht mehr den aktuellen Anforderungen an die heutigen Normen entsprechen.

Gewichtsbeschränkung für schwere Lastwagen

Rechnerisch ist es zwar gering, dass es zu einem „Versagensfall“ kommt – man könne die Situation aber nicht ignorieren, heißt es in einem Schreiben von Straßen NRW, das der Redaktion vorliegt. Also werde man mit der Kompensation durch die Verkehrsumlenkung reagieren.

Neben dem Einzug eines Fahrstreifens gibt es auch eine Gewichtsbeschränkung für Lastwagen: Fahrzeuge die schwerer als 20 Tonnen sind, dürfen nicht fahren, abhängig von der Länge.

Die Brücke wurde 1971 gebaut, hat eine Länge von 980 Metern und eine Breite von 17,50 Metern. Straßen NRW investiert in die Ummarkierung 160.000 Euro aus Bundesmitteln.

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