Stadtentwicklung

Brückenschlag in Dreis-Tiefenbach

ür die Kleinbahn – hier mit Blick  Richtung Bahnhof –  wird die 1905 erbaute Brücke nicht mehr gebraucht. Jetzt soll sie Teil von „Sieg verbindet“ werden.   

ür die Kleinbahn – hier mit Blick Richtung Bahnhof – wird die 1905 erbaute Brücke nicht mehr gebraucht. Jetzt soll sie Teil von „Sieg verbindet“ werden.  

Dreis-Tiefenbach.   Mit dem Projekt „Sieg verbindet“ sollen die Teile der Ortschaft zusammenwachsen. Visionen zwischen Alter Burg und Siegquelle

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„Sieg verbindet“ heißt das Projekt einer „kulturhistorischen Achse“ für Dreis-Tiefenbach. Der Stadtentwicklungsausschuss wird am Montag, 2. Juli, darüber beraten, ob die Stadt dafür einen 90-Prozent-Zuschuss aus dem Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier“ beantragt. Denn das Interaktionskonzept entlang der Sieg soll ebenso wie das „Erlebnis-, Spiel- und Begegnungsgelände Heckersberg“, das bis Jahresende mit einem 80-prozentigen Landeszuschuss finanziert wird, ebenso „Stadt- und Ortsteilimage aufwerten und gleichzeitig Identifikation ermöglichen“. Investiert werden sollen 310 000 Euro.

Das wird geplant

Geplant wird ein Verbindungsweg vom Bahnhof zum Jung-Stilling-Platz, von dem aus es auf dem neuen Rad- und Fußweg am Siegufer weitergeht. Die Sieg, so die Verwaltung, sei dort „zum Magnet für Naherholung und naturnahe Freizeitgestaltung geworden“. Der neue Dreis-Tiefenbacher Weg schaffe eine Anbindung an den Radweg Sieg und damit an den künftigen Fernwanderweg Natursteig Sieg bis zur Siegquelle. Und in Dreis-Tiefenbach könnte ein Rundweg als „Erlebnis- und Entdeckertour“ zur Alten Burg und zum Heckersberg fortgeführt werden.

Bahnhof: „Perspektivisch wünschenswert“, so die Verwaltung, wäre wieder ein Zugang für die Öffentlichkeit, zum Beispiel durch Dienstleistung oder Gastronomie.

Eisenbahnbrücke: Eine von vier, die die Sieg queren, 1905 von den Siegen-Lothringer Werken (später: Kölsch Fölzer) gebaut.

Fuß- und Radweg: Schließt sich an die Brücke an und verläuft auf dem ehemaligen Bahndamm. Infopunkte und Exponate, die sich auf Stahl- und Eisenbahnindustrie beziehen, könnten die 350 Meter lange Strecke säumen — so, wie der Omnibus-Nachbau im Glaskasten am Deuzer Bahnhof.

Mühlenspielplatz: Der Spielplatz an der Dreisbacher Mühle wird ausgebaut.

Bolzplatz: Der bereits jetzt gern genutzte Bolzplatz am Beginn des Siegauenwegs wurde aufgewertet und um Sitzgelegenheiten ergänzt.

Neben dem Neubau mit Wohnungen, Arztpraxen und Tagespflege entsteht im Bahnhofsbereich auch eine Kita mit weiteren Wohnungen im Obergeschoss. Der Investor werde auch den Fußweg zur Brücke auf seinem Grundstück ermöglichen, heißt es in der Vorlage. Damit entstehe gleichzeitig ein sicherer Schulweg. Von Anfang an mit an Bord ist der Heimatverein Alte Burg,

So wird das begründet

Zusammenwachsen ist in Dreis-Tiefenbach immer schon ein Thema gewesen, zuerst bei der Vereinigung von Dreisbach und Tiefenbach im 19. Jahrhundert. Der Ort , geteilt durch die B 62 und verbunden durch das Einkaufszentrum,. sei „sehr heterogen geprägt“. Mit dem Baugebiet Reichspfad auf dem Heckersberg hat sich in den 1970er Jahren die Einwohnerzahl um ein Viertel vergrößert. Dessen Sozialstruktur erfordere „soziale und integrative Instrumente“.

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