Campus

Buchhandlung Mankel Muth leidet unter Bauarbeiten

Trotz freundlichem Hinweisschild ist die Laufkundschaft der Buchhandlung massiv eingebrochen.

Trotz freundlichem Hinweisschild ist die Laufkundschaft der Buchhandlung massiv eingebrochen.

Foto: Michael Fassel

Weidenau.   Seit die Bauarbeiten am Campus Adolf-Reichwein-Straße vorangehen, wird die Laufkundschaft immer weniger, auch die Bücher kommen oft zu spät an.

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Seit einem halben Jahr wird das Leben auf dem Adolf-Reichwein-Campus von Baggern und Bauzäunen beherrscht. Während etwa für die Mensa und den Asta-Shop Interimslösungen gefunden worden sind, steht die Buchhandlung MankelMuth nun mitten in der Baustelle, umgeben von Staub und Lärm. Die Laufkundschaft sei massiv eingebrochen, die Öffnungszeiten ausgesetzt, beklagt der Geschäftsführer Mathias Mankel. „Wirtschaftlich betrachtet ist das eine absolute Katastrophe.“

Shuttle-Service eingerichtet

Zudem stellt seit der Absperrung die Lieferung neuer Ware ein gravierendes Problem dar, da die Straße zur Filiale am Haardter Berg nicht mehr befahrbar ist. „Wir haben einen Shuttle-Service eingerichtet“, so der Geschäftsführer. „Aber die Bücher waren dann nicht mehr pünktlich da.“

Dass die Buchhandlung bei der Planung vollends ignoriert wurde, geht aber nicht auf das Konto der Universität, im Gegenteil: „Der Kanzler ist sehr bemüht, möglichen Schaden abzufedern“, betont Mankel nachdrücklich. „Wir haben uns immer als Partner und Sponsor der Uni verstanden und verstehen uns auch heute noch so.“ Doch so sehr sich die Uni bemüht, ihr sind Hände gebunden.

Denn die Objekte am Adolf-Reichwein-Campus unterstehen dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen und dieser ist für die umfassenden Sanierungsmaßnahmen verantwortlich. Hier sieht Mankel den BLB NRW in der Pflicht: „Wir erwarten eine Teilverantwortung, eine finanzielle Hilfestellung, um uns dort halten zu können.“

Schwierige Zukunft

In Zeiten, in denen es dem Buchhandel ohnehin schlecht gehe, seien die aktuellen Widrigkeiten für ein Einzelhandelsgeschäft ein gravierendes Problem. „Noch können wir das mit den anderen Standorten kompensieren“, erklärt Mankel. Nun lässt er rechtliche Schritte prüfen, da der BLB der Buchhandlung gegenüber bislang doch kein Entgegenkommen signalisiert hat. „Es geht uns ums Weiter-Existieren“, erklärt Mankel. Immerhin werden die Bauarbeiten voraussichtlich noch drei bis fünf Jahre dauern und ein Campus ohne MankelMuth-Filiale wäre sowohl für die Lehrenden als auch für Studis schlichtweg undenkbar.

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