Bücher verbrannt

Siegen.   Das Aktive Museum Südwestfalen erinnert in einer Mitteilung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933. Damals, zitiert die Museumsleitung einen Leserbriefschreiber, seien auch in Siegen Bücher verbrannt worden: „Auf dem Schulhof (Straßenseite) der Hainer Schule loderte ein mehrere Meter hohes Feuer. Schüler der Hainer Schule brachten auf Handwagen stapelweise Bücher, die von zwei SAMännern immer wieder in die Flammen geworfen wurden.“

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Das Aktive Museum Südwestfalen erinnert in einer Mitteilung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933. Damals, zitiert die Museumsleitung einen Leserbriefschreiber, seien auch in Siegen Bücher verbrannt worden: „Auf dem Schulhof (Straßenseite) der Hainer Schule loderte ein mehrere Meter hohes Feuer. Schüler der Hainer Schule brachten auf Handwagen stapelweise Bücher, die von zwei SAMännern immer wieder in die Flammen geworfen wurden.“

Der Brief erschien laut Museumsleitung wenige Tage nach der Vorstellung einer Veranstaltungsreihe, die Uni-Professoren zum 50. Jahrestag der Bücherverbrennung 1983 im Oraniersaal organisiert hatten. Die in Siegen erscheinenden Zeitungen hätten geschrieben: „In Siegen gab es keine Bücherverbrennungen.“

Mehr als 70 Bücherverbrennungen wurden 1933 deutschlandweit registriert. Zehntausende Bücher von jüdischen, marxistischen, sozialdemokratischen und pazifistischen Schriftstellern fielen den Flammen zum Opfer. Die Politik der Gleichschaltung und Unterdrückung der freien Meinung, der Verfolgung bis hin zur Ermordung in Auschwitz habe sich den Weg gebahnt, so das Museum.

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