Klimaschutzpreis 2021

Burbach: Klimaschutz mit Streuobstwiesen und Grünflächen

| Lesedauer: 3 Minuten
Urkunden für die Gewinner des Westenergie Klimaschutzpreises 2021: Achim Loos von Westenergie, Bürgermeister Christoph Ewers (rechts) und Burbachs Umwelt-Manager Samuel Reuter (links) beglückwünschen die Preisträger Familie Hinkers  und den Heimatverein Holzhausen.

Urkunden für die Gewinner des Westenergie Klimaschutzpreises 2021: Achim Loos von Westenergie, Bürgermeister Christoph Ewers (rechts) und Burbachs Umwelt-Manager Samuel Reuter (links) beglückwünschen die Preisträger Familie Hinkers und den Heimatverein Holzhausen.

Foto: Gemeinde Burbach

Gilsbach/Holzhausen.  Zwei Projekte erhalten den Klimaschutzpreis der Gemeinde Burbach: Familie Hinkers und der Heimatverein Holzhausen leisten wertvolle Beiträge.

Zwei Projekte, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Burbach aufblühen zu lassen, erhalten den Westenergie Klimaschutzpreis 2021 der Gemeinde. Platz eins belegt dabei die Initiative „Blühendes Band – Entwicklung eines Streuobstgürtels rund um die Gemeinde Burbach“ der Familie Hinkers aus Wahlbach. Mit dem Projekt „Blühflächen im Dorf gestalten“ heimste der Heimatverein Holzhausen den zweiten Rang ein. Bürgermeister Christoph Ewers und Achim Loos, Kommunalmanager der Westenergie, überreichten jetzt die Urkunden auf der neu angelegten Streuobstwiese in Gilsbach.

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Es ist ein ambitioniertes Ziel, das Britta und Frank Hinkers mit ihren Söhnen Elias, Simon und Jakob verfolgen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, den vorhandenen Streuobstbestand im Gemeindegebiet aufzuwerten. Die Idee kam der Streuobst-Pädagogin, als sie für den Kreis Siegen-Wittgenstein bestehende Streuobstwiesen in ihrer Heimatgemeinde kartographierte. Zur Pflege von Altbeständen gehört auch das Pflanzen neuer Streuobstgewächse, wie es in einer Mitteilung heißt. Auf der kreiseigenen Wiese, die an den Gilsbacher Friedhof grenzt, hat die Familie jüngst 21 Bäume gepflanzt: „Äpfel, Birnen, Mirabellen und auch eine Esskastanie“, zählte Britta Hinkers im Rahmen der Preisverleihung auf.

Burbach: Streuobstgürtel hat wertvolle Effekte – und erfordert viel Einsatz

„Die Anlage eines Streuobstgürtels rund um die Gemeinde ist ein ganz wertvolles Projekt“, betonte Bürgermeister Christoph Ewers den Stellenwert. „Da steckt in den kommenden Jahren viel Arbeit hinter“, weiß der studierte Forstwirt ebenso um die Dimension des Engagements der Familie Hinkers. Dass es sich außerdem um eine nachhaltige und natürliche Produktion gesunder Lebensmittel handele, sei ein weiterer Aspekt, warum es ein besonders unterstützenswerter Klimaschutz-Beitrag sei.

Achim Loos freute sich über die Nachhaltigkeit der Maßnahme. Genau dies seien Projekte, die Westenergie unterstützen wolle: „Hier wird vermittelt: Wir setzen hier etwas für die Zukunft.“ Obstwiesen sowie Blühflächen dienten über Jahrzehnte der Allgemeinheit. „Wir möchten für alle etwas erreichen“, erklärte er im Namen des Fördergebers.

Burbach: Heimatverein Holzhausen gestaltet Grünflächen naturnah

Familie Hinkers verbindet die Pflanz- und Pflegearbeiten zusätzlich mit pädagogischer Arbeit. Geplant sind Programme für die Öffentlichkeit und für Bildungseinrichtungen. Außerdem arbeitet sie mit der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, dem Verein Streuobstpädagogen NRW und dem Pomologenverein NRW zusammen.

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Bereits vor 18 Jahren hat sich der Heimatverein Holzhausen auf den Weg gemacht, Grünflächen naturnah zu gestalten und die lokale Biodiversität zu schützen und zu erhalten. Mittlerweile haben die Heimatfreunde, für die Helena Höppner-Schäfer und Karl Heinz Stahl die Urkunde stellvertretend entgegennahmen, sechs Flächen im Dorf unter ihrer Obhut: den Bauerngarten, die Blühfläche Alte Schule, den Ufersaum Naturweiher, die untere Weiherwiese, den „Platz am Wasser“ sowie die Blühfläche Haltestelle Nahkauf. Darüber hinaus zeichnet der Heimatverein für die Pflege des Grünhügels auf der Verkehrsinsel am Ortseingang verantwortlich. Gerade letzterer sei ein „permanenter Arbeitsplatz“ bestätigten Helena Höppner-Schäfer und Karl Heinz Stahl die Beschreibung des Bürgermeisters hinsichtlich des immensen Aufwands, den die ehrenamtlich Aktiven hier, aber auch auf den übrigen Flächen, seit Jahren unermüdlich leisten.

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