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„campusride“: Kostenlose Mitfahrzentrale für die Uni Siegen

In „campusride“ haben die fünf Macher jede Woche 20 Arbeitsstunden gesteckt. Die Benutzeroberfläche orientiert sich an gängigen Apps.   

Foto: Universität Siegen

In „campusride“ haben die fünf Macher jede Woche 20 Arbeitsstunden gesteckt. Die Benutzeroberfläche orientiert sich an gängigen Apps.    Foto: Universität Siegen

Siegen.   Fünf Studenten entwickeln eine App, mit der sich Hochschulangehörige für den Weg zum Campus verabreden können – oder zum Lernen oder zum Sport.

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Fünf Studenten der Uni Siegen haben eine Mitfahrer-App entwickelt. „campusride“ wurde zu Beginn des aktuellen Wintersemesters veröffentlicht und soll auch Kommunikations-Plattform für Hochschulangehörige sein. Simon Kaczmarek hatte 2015 zusammen mit seinem Kommilitonen André Sekulla die Idee zu der Mitfahrer-App – ihnen war aufgefallen, dass in vielen Autos auf dem Weg zur Hochschule nur der Fahrer sitzt. Und dass es kaum Möglichkeiten gibt, spontan bei jemandem mitzufahren.

Die Funktionen

Die App ist nur für Studenten und Mitarbeiter der Universität Siegen gedacht, die sich mithilfe des Smartphones zu Fahrgemeinschaften verabreden können. Erhältlich ist campusride kostenlos in den App-Stores für Android und iOS.

Oberfläche und Bedienung der App sind ähnlich wie viele andere Programme und deshalb leicht verständlich. Mit einem Klick erstellt man eine neue Fahrt, gibt Start- und Zielort ein, Datum und Uhrzeit, Fahrtkosten und gegebenenfalls auch weitere Informationen. „Man kann zum Beispiel auswählen, dass nur Mitfahrer des eigenen Geschlechts gesucht werden“, sagt Simon Kaczmarek. In wenigen Schritten kann man so seine Fahrt anbieten. campusride soll aber mehr sein als nur eine Mitfahrzentrale, so Pascal Nowak: Dank der Chatfunktion kann man den Mitfahrern schreiben.

Außerdem ist die App eine Möglichkeit, andere Studenten und Mitarbeiter der Uni kennenzulernen. „Wir können uns vorstellen, dass sich so zum Beispiel auch Lerngruppen finden oder die Nutzer zusammen zum Sport fahren“, sagt Nowak.

Die Macher

Das campusride-Team besteht mittlerweile aus fünf Studenten: Pascal Nowak, Julian Hoffmann, Baris Watzke und Maik Bastian studieren Informatik im Master. Sie kümmern sich um die Entwicklung und Benutzerfreundlichkeit. Projektleiter Simon Kaczmarek studiert den BWL-Master „Controlling und Risikomanagement“. campusride ist für die fünf kein Projekt, für das Studienleistungen angerechnet werden oder mit dem sie ein Unternehmen aufbauen möchten. „Das läuft ganz privat“, erklärt Pascal Nowak, „wir wollten einfach mal eine eigene App im Store haben.“ Simon Kaczmarek ergänzt: „campusride soll als studentisches Projekt auch in Zukunft an der Uni angesiedelt sein.“

Der Werdegang

Das Team hat viel Arbeit in das Programm gesteckt: 20 Arbeitsstunden pro Woche, zwei Jahre lang. Ein Unternehmen haben die Studenten nicht gegründet. Ende 2015 belegte die Idee zu campusride den zweiten Platz beim Wettbewerb „Hau raus!“ der Initiative Startpunkt57. Außerdem bewarb sich das Team für Qualitätsverbesserungsmittel – und bekam sie. „So konnten wir dann Entwickler-Accounts und Serverkosten finanzieren und einen Designer bezahlen. Den größten Teil werden wir aber wohl für die Vermarktung ausgeben“, so Pascal Nowak, der die App für Android geschrieben hat.

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