Gesundheit

Corona Siegen: Mehr Tote durch Erkrankungen der Atemwege

Die Zahl der Todesfälle nach Erkrankungen der Atemwege iist in Siegen-Wittgenstein gestiegen. (Symbolbild)

Die Zahl der Todesfälle nach Erkrankungen der Atemwege iist in Siegen-Wittgenstein gestiegen. (Symbolbild)

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Siegen.  Mehr Tote durch Atemwegserkrankungen in Siegen-Wittgenstein. Die Krankenkasse IKK classic hat dafür diese Erklärung.

Starben 2019 im Kreis Siegen-Wittgenstein laut Daten des Statistischen Landesamts 407 Menschen an einer Atemwegserkrankung, so stieg die Zahl 2020 um 7,1 Prozent auf 436.

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„Ursächlich für diese Steigerung war vor allem die Coronapandemie. Von den 436 Toten 2020 starben allein 56 an Covid-19 – das entspricht 12,8 Prozent der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic.

IKK classic Siegen: Rauchen häufig Ursache von Krebs

Die meisten Todesfälle durch andere Atemwegserkrankungen wurden durch Lungen-, Bronchial- und Luftröhrenkrebs verursacht (149 Verstorbene), gefolgt von chronischen Erkrankungen der unteren Atmungsorgane, wie beispielsweise COPD und Asthma (137 Verstorbene).

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„Viele dieser Todesfälle könnten einfach vermieden werden“, so Michael Lobscheid. „Denn bei den Männern ist bei rund 90 Prozent der Fälle, bei den Frauen bei 80 Prozent, das Rauchen für die Entwicklung von Lungen- und Bronchialkrebs verantwortlich.“

Das durchschnittliche Sterbealter der an Atemwegserkrankungen Verstorbenen in NRW lag 2020 bei 77,5 Jahre (Männer: 76,4 Jahre; Frauen 78,9 Jahre) und damit 1,6 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Verstorbenen.

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