Hilfsinitiative Netphen

Coronavirus: Nähkits aus Netphen für Mundschutzmasken

Auf Abstand:  Sebastian Zimmermann, Monika Werthebach und Rainer Sting von der Hilfsinitiative Netphen.org übergeben die ersten Mundschutze an Stephan Berres (2.v.l), den Heimleiter des Haus Elisabeth Netphen.

Auf Abstand: Sebastian Zimmermann, Monika Werthebach und Rainer Sting von der Hilfsinitiative Netphen.org übergeben die ersten Mundschutze an Stephan Berres (2.v.l), den Heimleiter des Haus Elisabeth Netphen.

Foto: Hilfsinitiative Netphen.org

Netphen.  Die Hilfsinitiative Netphen vernetzt Mundschutz-Näher und -näherinnen. Und versorgt sie mit Nähkits. Materialspenden sind willkommen.

Ob Arztpraxen, Pflegedienste, Seniorenheime oder die vielen ehrenamtlichen Helfer: Der Bedarf an wiederverwendbaren Mundschutzmasken aus kochfestem Stoff ist enorm. Aufmerksam auf die Möglichkeit, Mundschutze selbst zu nähen, wurde die Grissenbacherin Monika Werthebach durch entsprechende Do-it-Yourself-Anleitungen. Mit der Idee, auch in Netphen Hobbynäherinnen zu aktivieren, klinkte sie sich in die von Sebastian Zimmermann, Markus Sting, Rainer Sting und Thomas Zaremba gegründete Hilfsinitiative Netphen.org ein.

Materialspenden erwünscht

Über die Facebookseite der Hilfsinitiative Netphen wurden innerhalb von 24 Stunden gut 5.500 Menschen erreicht. Mit im Boot ist auch Kornelia Hoffmann-Kölling aus Irmgarteichen, die bereits in den letzen Wochen mehrere 100 Masken genäht hat. Die Hilfsinitiative Netphen.org hat die ersten Näherinnen in einer Facebookgruppe vernetzt und die Bevölkerung dazu aufgerufen, die Aktion mit Materialspenden zu unterstützen. Dazu wird keine Neuware benötigt, besonders gut geeignet seien beispielsweise nicht mehr benötigte weiße Bett- oder Tischwäsche aus Baumwolle, so Monika Werthebach: „Insbesondere bei der älteren Generation liegen manchmal ganze Stapel von Großmutters guten alten Aussteuerstücken unbenutzt in den Schränken. Diese Schätzchen könnten jetzt einem wirklich guten Zweck zugeführt werden.“

Mithelfen kann jeder

Auch Hobbynäherinnen und -näher, die die relativ einfache Näharbeit übernehmen möchten, sind nach wie vor willkommen. „Es sind nur einfache gerade Nähte erforderlich. Das schafft wirklich jeder, der eine Nähmaschine besitzt und bedienen kann“, erklärt Kornelia Hoffmann-Kölling. Für den Einsatz in Pflegeeinrichtungen werden Modelle mit Bindebändern bevorzugt. Das benötigte Material stellen die Projektkoordinatorinnen zu fertigen „Nähkits“ zusammen, sodass die freiwilligen Helfer sofort loslegen können.

Erste konkrete Anfragen sind bereits bei der Hilfsinitiative eingegangen, berichtet Sebastian Zimmermann: „Wir stehen in engem Kontakt mit dem Malteser Hilfsdienst, niedergelassenen Ärzten, Physiotherapiepraxen und der Marien Gesellschaft Siegen, die Bedarf für das Pflegeheim St. Elisabeth angemeldet hat.“

Kontakt:facebook.com/hilfsinitiativenetphen

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