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Der „Netphener Dialog“ bekommt eine neue Aufgabe

1929 ist von IKEK noch keine Rede: Heute ist Nauholz eines der beim Talsperrenbau untergegangenen Dörfer, an die eines der Leitprojekt erinnern will.

1929 ist von IKEK noch keine Rede: Heute ist Nauholz eines der beim Talsperrenbau untergegangenen Dörfer, an die eines der Leitprojekt erinnern will.

Netphen.   Mit den Dorfplätzen und dem Nachweis eines Radwegenetzes ohne Lücken beginnt in Netphen die Verwirklichung des IKEK-Entwicklungskonzepts.

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Der „Netphener Dialog“, aus dem sich bereits das Unternehmer-Netzwerk „Initiative Netpherland“ entwickelt hat, bekommt eine neue Aufgabe. Die regelmäßigen Bürgertreffen sollen nun Plattform für die Umsetzung des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) werden. Mit Elementen aus drei der neun Leitprojekte soll es losgehen.

Die Leitprojekte

Schätzchen sichtbar machen: Mit dem „Schätzchen“ gemeint sind vor allem die drei versunkenen Dörfer der Obernautalsperre (Brauersdorf, Nauholz und Obernau), der historische Wiesenbau, die Relikte des Bergbaus und andere Bodendenkmäler und schließlich die historischen Hausnamen. Die Stadt will erinnern — und das, was sie anschaulich macht, zugleich auch als touristisches Angebot nutzen. Insgesamt ist das „Schätzchen“-Leitprojekt mit 22 610 Euro veranschlagt, erster konkreter Schritt soll eine einheitliche Beschilderung in und um Netphen sein.

Schaffen und Weiterentwickeln von Dorfplätzen und Ortsmitten: Profitieren von dem Beschilderungssystem sollen auch die historischen Dorfmitten, die sowohl für Ortsbewohner als auch für Gäste Orte zum Verweilen sein sollen, mit WLAN und Infos per QR-Code — ein weiteres Leitprojekt.

595 000 Euro sind insgesamt kalkuliert, drei Vorhaben sollen Vorrang bekommen: Zum einen Salchendorf, wo die Ortsmitte mit einem Mehrgenerationenspielplatz zugleich auch einer der Wasser-Orte ist — eine weitere Idee aus dem IKEK, unter dem Oberbegriff „Treffpunkt Wasser“ stadtweit Attraktionen wie den bereits vorhandenen Wasserlehr- und Erlebnispfad zusammenzufassen. Zum anderen die Siegaue in Walpersdorf und die Ortsmitte in Werthenbach, wo Dorfplätze neu angelegt werden sollen.

Erreichbarkeit aller Orte: „Den ländlichen Raum zukunftsfähig machen, so dass jeder Bürger aus jedem Ortsteil zum nächstgelegenen Siedlungsschwerpunkt kommt“ — das ist das Ziel dieses Leitprojekts, das zunächst durch ein möglichst lückenloses Fahrradnetz einschließlich Ladestationen für E-Bikes und einen Plan dafür verwirklicht werden soll. Ein weiterer Schritt könnten „Mitfahrerbänke“ sein: Haltestellen in Orten, in die kein Bus kommt und an denen Mitfahrer auf ihre Mitfahrgelegenheit treffen. 8925 Euro sind eingeplant.

Gesprochen werden soll an dem Dialogabend auch über die Wasserburg Hainchen, ein bereits mit dem Schlosspark begonnenes, mit 357 000 Euro dotiertes Vorhaben. Und über das mit der Nummer 1 versehene „Jugendprojekt“: der Outdoor-Park, für den sich vor allem in Deuz (Dirt-) Biker engagieren.

>>>> INFO: Mit Leuchttürmen und Wanderträumen

Mit insgesamt neun Leitprojekten für die ganze Stadt will Netphen die IKEK-Umsetzung voranbringen. Dazu gehören auch das Jugendprojekt Outdoor-Park (238 000 Euro), eine Informations-Plattform, die Modernisierung von Bürgerhäusern (119 000 Euro), die Planung von mobiler und dezentraler Versorgung (5950 Euro), die „Wanderträume“ mit Aussichtsturm oder -plattform (53 550 Euro) und das „Leuchtturm-Projekt Wald“ mit Rundwanderweg oder Baumwipfelpfad (11 900 Euro).

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