Gymnasium Netphen

Diskussionsrunde zur Bundestagswahl

Am Gymnasium Netphen können die Schüler den Politikern ihre Fragen stellen.

Foto: Laura Handke

Am Gymnasium Netphen können die Schüler den Politikern ihre Fragen stellen. Foto: Laura Handke

Netphen.   Schüler des Netphener Gymnasiums diskutieren vor der Bundestagswahl mit Vertretern der Jugendorganisationen der Parteien.

Kein Platz im Forum des Netphener Gymnasiums ist noch frei. Schüler aus allen Jahrgangsstufen sind anwesend – für die Diskussionsrunde zur Bundestagswahl. Für die Schüler des Gymnasiums ist das ein wichtiges Thema. Einige von ihnen sind bei der Wahl als Erstwähler wahlberechtigt. Deswegen haben sie zusammen mit ihren Politiklehrern diese Diskussionsrunde organisiert, bei der sie den Politikern Fragen stellen können, die junge Leute interessieren. Eine ähnliche Veranstaltung hatte es bereits zur Landtagswahl gegeben.

Eingeladen waren Flamur Hashani (Die Linke), Andreas Weigel (FDP), Tobias Glomski (Die Grünen), Benedikt Büdenbender (CDU) und Valdrin Shala (SPD), alle Vertreter der Jugendorganisationen, die auch im Rat der Stadt Netphen repräsentiert sind.

Organisation

Schulleiter Eckhard Göbel betont: „Die Schüler sollen hier Leben lernen und dazu gehört auch politische Bildung“. Deswegen haben sich hauptsächlich Schüler bei der Organisation beteiligt. Auch am Mischpult sitzen Schüler der Technik AG. Durch die Diskussion führen Georg Schneider und Marielena Civitavecchia, zwei Schüler der Q2.

Diskussion

Gestartet wird mit einer „Blitzrunde“ . Den Politikern wird ein Satzanfang vorgegeben, den sie vervollständigen sollen. Beispielsweise das Statement für die CDU: „Die große Koalition ist gut, weil...“ — „...sie bald vorbei ist“, ergänzt Büdenbender. Danach werden von den Moderatoren Fragen zu den Themen Flüchtlinge und Zuwanderung, Außenpolitik, soziale Gerechtigkeit und Innere Sicherheit gestellt. Danach geht es über zur Fragerunde.

Fragerunde

Viele Hände schießen in die Höhe – auf die Fragerunde hatten viele Schüler gewartet. Fragen haben sie beispielsweise zu den Themen:

- Wahlrecht ab 16: Alle sind dafür, Benedikt Büdenbender (CDU) verweist aber darauf, dass es in seiner Partei auch andere Auffassungen gibt.

- Geregelte Abgabe von Cannabis an Erwachsene: Büdenbender spricht sich klar dagegen aus, Flamur Hashani hingegen dafür. Auch für die anderen ist es ein relevantes Thema, mit dem sich die zukünftige Koalition auseinandersetzen muss.

- Abtreibung ja oder nein: Bis auf Büdenbender antworten alle mit „ja“. Benedikt Büdenbender findet, dass man diese Frage so pauschal nicht mit „ja“ oder „nein“ beantworten kann.

- Überwachung und Staatstrojaner: Von der Seite der Noch-Koalition wird gesagt, dass die Überwachung nur gezielt bei Verdächtigen eingesetzt wird und sich nicht auf das ganze Volk bezieht.

Abschluss

Nach anderthalb Stunden ist die Veranstaltung vorbei. Die Moderatoren Georg Schneider und Marielena Civitavecchia finden, dass sie ein Erfolg war. Beide hätten gerne mehr Zeit gehabt, um an manchen Stellen genauer nachzuhaken.

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