Französisch

Ein Tag: 330 Delf-Prüfungen am Peter-Paul-Rubens-Gymnasium

Caroline Mouton ist Lehrerin für Französisch und Spanisch und Delf-Beauftragte am Peter Paul-Rubens-Gymnasium. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen organisiert sie den Prüfungstag.

Foto: Florian Adam

Caroline Mouton ist Lehrerin für Französisch und Spanisch und Delf-Beauftragte am Peter Paul-Rubens-Gymnasium. Zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen organisiert sie den Prüfungstag. Foto: Florian Adam

Siegen.   Am Peter-Paul-Rubens-Gymnasium legen Schüler aus dem gesamten Regierungsbezirk ihre mündlichen Delf-Tests in französischer Sprache ab.

Ein schulfreier Tag. Und doch werden sich 330 junge Menschen am Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Französisch-Prüfungen stellen, freiwillig und in ihrer Freizeit. Zum wiederholten Mal ist das PPR Gastgeber, wenn am kommenden Samstag von 9.30 bis 18 Uhr Prüfer des Institut Français Köln die mündlichen Delf-Prüfungen im Regierungsbezirk Arnsberg abnehmen. Eine anspruchsvolle Aufgabe für Schüler, Prüfer und Orgateam.

B ei den Delf-Diplomen (Delf= Diplôme d’Etudes en Langue Française) handelt es sich um offizielle Zertifikate, ausgestellt vom französischen Ministerium für Bildung, Hochschulen und Forschung. Sie bescheinigen dem Besitzer oder der Besitzerin das Niveau der jeweiligen Französisch-Kenntnisse. Es gibt die vier Stufen A1, A2, B1 und B2, hinzukommen die beiden Dalf-Level (Diplôme Approfondi en Langue Française) C1 und C2. A1 ist das Niveau, auf dem einfache Verständigung möglich ist – C2 ähnelt den Fähigkeiten eines Muttersprachlers.

O hne persönliches Engagement läuft nichts. Die Teilnahme ist freiwillig. „Wir bieten Delf an, weil wir es für die Schüler wichtig finden“, erläutert Caroline Mouton, Delf-Beauftragte am PPR. Das lebenslang gültige Zertifikat sei wegen seines internationalen Renommees sinnvoll für Bewerbungen, für Studium und Arbeitsleben. „Und die Schüler haben die Chance, ihre Sprachkenntnisse einordnen zu können und zu sehen, wo sie stehen“, sagt Mouton.

N atürlich erfordert das von den jungen Leuten viel Einsatz. Das Gymnasium hat eine Delf-AG, im Unterricht werden Schüler ebenfalls auf die Prüfungen vorbereitet. „Wir sprechen Schüler auch gezielt an und versuchen, sie zu motivieren“, so Mouton. Von den 330 Prüflingen aus dem Regierungsbezirk, die sich für Samstag angemeldet haben, stammen 20 vom PPR – angesichts des Arbeitsaufwands, den das für jeden bedeutet, eine beachtliche Zahl.

J eweils alle zwei Jahre ist das Gymnasium am Rosterberg Gastgeber der Veranstaltung – im Wechsel mit dem Gymnasium Olpe.

O rganisatorisch ist der Prüfungstag eine Herausforderung. Die schriftlichen Prüfungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom PPR bereits am 27. Januar – ebenfalls ein Samstag – an ihrer Schule geschrieben, zur Korrektur wurden diese ans Institut Français geschickt. Dessen Prüfer müssen die mündlichen Tests persönlich abnehmen, darum findet die nächste Runde für den Regierungsbezirk gesammelt statt. 330 Prüflinge erscheinen also mit Begleitpersonen teilweise aus weitem Umkreis auf dem Rosterberg.

U nter solchen Bedingungen ist schon lange im Vorfeld Teamwork gefragt. „Wir haben in der Fachschaft viel zusammengesessen und geplant: Räume, Abläufe, Catering für die Prüfer“, führt die Delf-Beauftragte aus. Sie hat die Aufgabe erst vor relativ kurzer Zeit übernommen, „ich bin aber für Samstag sehr positiv gestimmt“. Die Französisch-Kolleginnen – plus ein Referendar – hätten viel übernommen, die Schulleitung ist im Boot, der Hausmeister schiebt eine Extraschicht, damit alles gelingt.

R ichtig gut macht sich ein Delf-Zertifikat in der Bewerbung ohne Frage. Aber es geht nicht nur darum. „Es ist die Begeisterung für die Sprache“, erklärt Mouton, wieso sie selbst das Französische so mag. „Die möchte ich natürlich auch weitergeben.“

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