Natur

Einblick gewähren in die Vielfalt der Trupbacher Heide

Mitwirkende und Organisatoren sind mit dem  ersten „Tag der Biologischen Vielfalt“ auf der Trupbacher Heide zufrieden . Foto:Jürgen Schade

Mitwirkende und Organisatoren sind mit dem ersten „Tag der Biologischen Vielfalt“ auf der Trupbacher Heide zufrieden . Foto:Jürgen Schade

Alchen.   Universität Siegen richtet mit Partnern großen Aktionstag im Naturschutzgebiet aus. Experten informieren an zehn Stationen.

Ein voller Erfolg wurde der erste „Tag der Biologischen Vielfalt“ in Siegen-Wittgenstein auf der Trupbacher Heide. Das Institut für Biologie der Uni Siegen hatte den Aktionstag zusammen mit der NRW-Stiftung, der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, der Umweltabteilung der Stadt Siegen und Vertretern von NABU, BUND und dem Bundesforst auf die Beine gestellt.

Über einen Rundwanderweg wurden die Besucher an zehn Infostationen vorbeigeführt. Experten informierten dort über Pflanzen, Tiere und die Besonderheiten der Kulturlandschaft Trupbacher Heide. „Wir möchten damit den Menschen die Natur vor der eigenen Haustür näherbringen“, sagt Klaudia Witte, Biologie-Professorin an der Uni Siegen und Organisatorin der Veranstaltung. Damit ist auch ein konkretes Ziel verbunden, so Witte: „Was man selbst kennen- und schätzengelernt hat, das schützt man anschließend auch.“

Dass die Trupbacher Heide einige Natur-Schätze zu bieten hat, wurde an den einzelnen Stationen deutlich. Da konnten naturgetreue Nachbildungen von Kreuzottern, Geburtshelferkröten und der seltenen Schlingnatter bestaunt werden – sie alle fühlen sich auf der Heide wohl. Bei den Pflanzen gibt es einige, etwa das Tausendgüldenkraut mit seinen zarten Blüten, die sonst kaum irgendwo im Kreisgebiet vorkommen.

Nationales Naturerbe

Informationen über die Historie der Trupbacher Heide gab es von der Bürgerinitiative, die jahrelang darum gekämpft hat, die etwa 80 Hektar große Grünland- und Heidefläche als Naturschutzgebiet auszuweisen. Bis Anfang der 90er Jahre war das Gebiet Schieß- und Panzerübungsplatz für die belgische Garnison. Danach war zunächst eine Nutzung als Gewerbegebiet im Gespräch. Seit nunmehr dreizehn Jahren steht die Fläche unter Naturschutz, seit zehn Jahren zählt sie zum Nationalen Naturerbe. Ohne menschliches Eingreifen würde die Heidelandschaft aber nicht erhalten bleiben, betonte Prof. Witte: „Dann wären die offenen Flächen schnell zugewachsen. Pflegemaßnahmen wie die Mahd oder Beweidung, sind deshalb sehr wichtig, auch das wollen wir deutlich machen.“

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