Krankenhaus

Festakt zum 100. Geburtstag der DRK-Kinderklinik Siegen

Die Redner des Festakts (von links): Dr. Gebhard Buchal, Stefanie Wied, Petra Nick, Sylvia Schürg, Dr. Herbert Vitt, Dr. Fritz Baur, Bert Hesse, Verena Böcking, Jutta Capito und Ludger Jutkeit.

Foto: Ina Carolin Lisiewicz

Die Redner des Festakts (von links): Dr. Gebhard Buchal, Stefanie Wied, Petra Nick, Sylvia Schürg, Dr. Herbert Vitt, Dr. Fritz Baur, Bert Hesse, Verena Böcking, Jutta Capito und Ludger Jutkeit. Foto: Ina Carolin Lisiewicz

Ein Jahrhundert im Dienst der jüngsten Patienten der Region – ein Rückblick in die Vergangenheit und Vorausblick in die Zukunft.

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Am 15. Juni 1918 gründete die Ortsgruppe Siegen des „Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz“ in der Siegener Grabenstraße eine Kinderkrippe. 100 Jahre später hat sich daraus ein Gesundheitszentrum am Wellersberg entwickelt, das über 6200 Patienten jährlich stationär versorgt. Die DRK-Kinderklinik feierte ihr Jubiläum nun mit einem großem Festakt.

Die Reden

„Die Familien, die zu uns kommen, gehen meistens dankbar und mit einer Lösung ihres Problems hier raus“, sagte Geschäftsführerin Stefanie Wied. Rund 800 Mitarbeiter arbeiten im Krankenhaus, Wied ist bereits seit 37 Jahren dabei. Sie dankte nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch den Jubiläums-Sponsoren: Gräbener Group, Otto Quast Bauunternehmen, Effexx und Volksbank.

„Die Kinderklinik ergänzt unsere gut aufgestellte Krankenhauslandschaft“, sagte die stellvertretende Landrätin Jutta Capito. Sie lobte die landesweiten Kooperationen der Klinik. Verena Böcking, zweite stellvertretende Bürgermeisterin, betonte, dass das Krankenhaus „nicht mehr wegzudenken“ sei. „Es hat sich stetig weiterentwickelt und ist für die Siegener Bürger von unschätzbarem Wert.“ Auch Dr. Herbert Vitt, Vertreter der niedergelassenen Kinderärzte und Sylvia Schürg, Vorsitzende des DRK-Frauenvereins Siegen, richteten ihre Glückwünsche aus. „Die Kurve ging insgesamt nach oben, nur ab und zu gab es eine kleine Eindellung“, sagte Dr. Fritz Baur, Präsident DRK-Landesverband Westfalen-Lippe, über die Entwicklung. „Ohne die Tatkraft unserer Mitarbeiter wäre vieles nicht möglich“, ergänzt Ludger Jutkeit, Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Der Betriebsratsvorsitzende Bert Hesse sprach über seine Anfänge im Krankenhaus und erklärte, dass der Beruf des Kinderkrankenpflegers „unheimlich viel zurück gibt“. Kinder seien keine kleinen Erwachsenen. „Sie brauchen unsere Fachkompetenz und eine besondere Atmosphäre.“ Zudem sei der Fortbestand der Kinderklinik stets nur durch die Unterstützung vieler Menschen möglich gewesen.

Blick in die Zukunft

In einer Talkrunde ließen Moderator Benni Bauerdick und Geschäftsführerin Stefanie Wied zusammen mit Petra Nick, Bereichsleitung Pflege, und Dr. Gebhard Buchal, Ärztlicher Direktor, die vergangenen 100 Jahre Revue passieren. „Wir sind zu einem hoch spezialisiertem Team zusammengeschmolzen“, sagte Buchal. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes gebe es Handlungsbedarf: „Wir müssen Eltern und Betreuer zu Spezialisten für ihre Kinder machen.“

„Wir wollen nochmal richtig Gas geben“, sagte Stefanie Wied. So sei ihr Herzenswunsch, dass sich das Mutter-Kind-Zentrum am Wellersberg ansiedle. Auch in Richtung Kinder- und Jugendpsychiatrie hofft sie, „dass nächstes Jahr die Bagger rollen“. Ein weiteres Projekt sei das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe in Südwestfalen (BiGS), in dem die Auszubildenden des St. Marienkrankenhauses, des Kreisklinikums Siegen und der DRK-Kinderklinik gemeinsam lernen sollen. Zudem sei die Lebenswissenschaftliche Fakultät der Uni voranzutreiben.

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