Rettung

Feuerwehr rettet Kälbchen vorm Ertrinken in der Güllegrube

Landwirt Frank Langenbach freut sich, dass Kälbchen Frieda wieder wohlauf ist. Das erst drei Wochen alte Tier war in eine Güllegrube gestürzt, aus der die Feuerwehr Oberfischbach es rettete.

Landwirt Frank Langenbach freut sich, dass Kälbchen Frieda wieder wohlauf ist. Das erst drei Wochen alte Tier war in eine Güllegrube gestürzt, aus der die Feuerwehr Oberfischbach es rettete.

Foto: Jürgen Schade

Oberfischbach.   Kälbchen Frieda fällt in Oberfischbach in eine Güllegrube und versinkt bis zum Hals in den Exkrementen. Die Feuerwehr befreit das Tier.

Aus einer Güllegrube rettete die Feuerwehr Oberfischbach das drei Wochen alte Kälbchen Frieda. Zwei Feuerwehrmänner stiegen zu dem Tier, das nach einem Absturz bis zum Hals in den Exkrementen steckte, hinab und hoben es heraus. Frieda ist nach einer gründlichen Reinigung wieder wohlauf.

Durch Zwischenraum geschlüpft

Frank Langenbach, Nebenerwerbslandwirt in dritter Generation, hat am Ortsausgang von Oberfischbach einen Betrieb mit 25 Kühen und derzeit zahlreichen Kälbchen. Unter den Stallungen befindet sich abgedeckt ein geschlossenes Becken, in das die Ausscheidungen der Tiere laufen. Bei der regelmäßigen Leerung pumpte Frank Langenbach nun über die etwa 50 Mal 70 Zentimeter große Öffnung – die sonst mit einer Metallplatte verschlossen ist – die Gülle in einen Anhänger ab. Zuvor hatte er im Stall alle Tiere hinter einem Schwenkgatter gesichert. Doch Kälbchen Frieda schaffte es, sich durch einen Zwischenraum hindurchzuzwängen und stürzte in die Grube.

Für halbe Stunde unter die Dusche

„Normalerweise befinden sich rund 60 Kubikmeter Gülle in dem Güllekeller – in rund zwei Meter Tiefe“, erläutert der Landwirt. „Aber weil ich schon viel abgepumpt hatte, waren nur noch 50 Zentimeter Standhöhe darin.“ Das Kälbchen ging zunächst komplett unter, konnte sich aber hochrappeln. Alleine konnte Frank Langenbach das Tier nicht herausholen, darum rief er – selbst Mitglied im Förderverein der Feuerwehr Oberfischbach – seine Kameraden zu Hilfe. Einheitsführer Timo Becker kletterte über eine Leiter zu Frieda hinunter, ein weiterer Feuerwehrmann folgte ihm. Gemeinsam hoben sie das Kälbchen hoch, so dass die anderen Helfer es in Empfang nehmen konnten.

Nicht nur Frieda, auch die beiden Retter aus der Grube mussten zur Reinigung: Eine halbe Stunde unter die Dusche – samt Einsatzkleidung.

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