Musical

Florenberg-Grundschule zeigt „Der Notenbaum“ im Schwarzlicht

So schön bunt wie die Geschichte: In der abgedunkelten Aula kommen die selbst angefertigten Kostüme im Schwarzlicht bestens zur Geltung.

So schön bunt wie die Geschichte: In der abgedunkelten Aula kommen die selbst angefertigten Kostüme im Schwarzlicht bestens zur Geltung.

Foto: Fabiana Regino

Hilchenbach.   Neun Monate haben sie geprobt und getüftelt. Mit Hilfe des Spezialeffekts sorgen die kleinen Akteure für viel Begeisterung auf und vor der Bühne.

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„Licht aus, Spot an“ heißt es Jahr für Jahr in der Aula der Florenburg-Grundschule, wenn die Musik-AG eines ihrer einstudierten Musicals vorführt. Dieses Mal aber war es nicht irgendein Lichtkegel, der die Akteure auf der Bühne in Szene setzt. Für die diesjährige Aufführung haben sich Schulleiterin Anja Koch und Förderlehrerin Rosel Jung etwas ganz Besonderes überlegt: ein Schwarzlicht-Theater.

Die Idee

Den Einfall, ein Musical im Schwarzlicht auf die Bühne zu bringen, brachte Rosel Jung sozusagen von ihrer alten Wirkungsstätte mit. „Ich hab vorher an der Sterndill-Schule unterrichtet und dort kam das Schwarzlicht-Theater super an“, erzählt die Förderpädagogin. Die Schulleiterin und studierte Musikerin, Anja Koch, sei direkt von der Idee überzeugt gewesen. „Stellte sich nur noch die Frage, welches Stück wir wählen. Es sollte ja auch eine Geschichte sein, die sich für diesen besonderen Effekt gut eignet“, erläutert Koch. So sei die Wahl auf die bunte Geschichte „Der Notenbaum“ von Wolfram Eike und Dieter Faber gefallen.

Das Ensemble

Etwa 40 Schülerinnen und Schüler wirken bei dem Musical in besonderer Lichtstimmung mit. Von Jahrgangsstufe zwei bis vier, inklusive Inklusionsschüler, trägt jeder etwas zu einer gelungenen Premiere bei. „Dieses Jahr waren vor allem unsere Zweitklässler zahlreich in der AG vertreten“, verrät Anja Koch. Darunter befinde sich nicht nur der Teil, der die Haupt- und Nebenrollen des Stücks besetzt, sondern auch die ebenso unverzichtbaren Bühnenbauer und Techniker, die im Hintergrund wirken.

Ein Dreivierteljahr hat die Gruppe geprobt, getüftelt und gemeinsam mit den Lehrern sowohl die Tanz- als auch die Gesangseinlagen geübt. Begleitet wurden die Kinder dabei von echten Profis: Gudrun Kröniger, die sonst zwischen ihren Kollegen der Philharmonie Südwestfalen ihren Platz einnimmt, spielt das Fagott. Susanne Wagner-Panda an der Flöte lehrt normalerweise an der Musikschule in Erndtebrück. Am Piano unterstützte Musiklehrerin Susanne Wagener das Schauspiel.

Das Stück

Jedes Jahr im Frühling beginnt eine besondere Erntezeit für alle Musiker der Welt. Sie kommen von überall her, aus Asien, Russland oder Spanien. Ihr Ziel: der Notenbaum, an dem sie frische Noten pflücken können, um ihre Lieder zu komponieren. Auch der kleine Komponist (gespielt von Jonas Weiland und Leni Peters) macht sich gemeinsam mit seinem Freund, dem Ohrwurm (gespielt von Finn Pius Kuschmann und Ida Gottschalk), auf den Weg zum Notenbaum, um seine Vorräte wieder aufzufüllen.

Ein Höhepunkt: die Noten-Ernte. Ein großes Fest, bei dem die internationalen Musikstile geboten werden. Ohne Vorwarnung wird der Notenbaum eines Tages krank. Plötzlich gibt es auf der ganzen Welt keine neuen Lieder mehr und keine Fröhlichkeit. Der garstige, kleine Gnom (gespielt von Ole Grünert und Elias Hatscher), der keine Musik mag, könnte dahinterstecken. Die Musiker um den kleinen Komponisten und seinen Ohrwurm versuchen alles, um den Notenbaum zu retten. Denn „Wo wär’n wir ohne Musik?“, wie es in dem gleichnamigen Song heißt.

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