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Freak Valley Festival in Deuz: Blick hinter die Kulissen

Philipp Bade (links) und Jonas Schwenke (rechts) gehören zu den rund 70 ehrenamtlichen Helfern, die beim Aufbau des Freak Valley Festivals auf dem AWo-Gelände in Deuz anpacken. Sie kümmern sich um die Beleuchtung des Geländes, untere anderem wird diese Schlagzeug-Figur angestrahlt.

Philipp Bade (links) und Jonas Schwenke (rechts) gehören zu den rund 70 ehrenamtlichen Helfern, die beim Aufbau des Freak Valley Festivals auf dem AWo-Gelände in Deuz anpacken. Sie kümmern sich um die Beleuchtung des Geländes, untere anderem wird diese Schlagzeug-Figur angestrahlt.

Foto: Sarah Engelhard

Deuz.   Das Freak Valley Festival findet zum sechsten Mal auf dem AWo-Gelände in Deuz statt. Rund 70 ehrenamtliche Helfer packen beim Aufbau mit an.

Akkuschrauber, Sägen, und eine Menge Muskelkraft: Rund 70 ehrenamtliche Helfer der Rockfreaks haben das AWo-Gelände in Deuz besetzt. Dort findet ab heute bis Samstag, 17. Juni, zum sechsten Mal das Freak Valley Festival statt. Die überwiegend männliche Truppe werkelt, baut und dekoriert, was das Zeug hält.

Schon am Anfang der Woche hätten die Mitarbeiter der AWo angefangen, Zelte aufzubauen und die Garagen freizuräumen, die unter anderem als Kassenhäuschen, sagt der Vorsitzende der Rockfreaks, Jens Heide. Seit Dienstag seien die Helfer dabei, die Bühnen aufzubauen.

Fan-Artikel in der Garage

Doch auch neben den Bühnen gibt es einiges zu erledigen. In einer der Garagen werden Kartons ausgeräumt. T-Shirts, Schallplatten, Aufnäher und viele andere Fan-Artikel müssen nach Bands und Größe sortiert werden. Ein riesiger Haufen Stoffbeutel mit Rockfreaks-Aufdruck liegt auf einer Bierzeltgarnitur. Während Heide sich vor allem um organisatorische Dinge kümmert (die ersten Bands reisten gestern an und mussten untergebracht werden), sind die Helfer auf dem gesamten Festival-Gelände im Einsatz.

Der 25-jährige Philipp Stephan ist zum zweiten Mal an Bord. Als Helfer erledigt er alle anfallenden Arbeiten. „Das ist sehr spontan und ändert sich jedes Mal“, sagt Stephan, während er am selbst gebauten Geländer des Rollstuhlfahrer-Podests herum sägt.

Beleuchtung auf dem ganzen Gelände

Etwa 50 Meter Luftlinie spazieren zwei junge Männer auf dem Dach einer Garage herum, im Gepäck haben sie Kabel und Scheinwerfer. „Wir sind die Lichtbeauftragten für das Ambiente und illuminieren das Grün. Also eigentlich alles, was nicht Bühne ist“, erklärt Philipp Bade. Er und sein Kollege Jonas Schwenke sind seit dem ersten Festival im Jahr 2012 dabei.

„Es ist einfach faszinierend, dass 30 Rockfreaks, die unterschiedlich aussehen und unterschiedlich alt sind, sowas auf die Beine stellen“, sagt Schwenke. „Außerdem ist das einfach ein Stück Heimat und es ist toll, das Siegerland rockbarer zu machen.“ Bäume, Dächer, Schaukeln und Sitzgelegenheiten werden ab heute Abend in buntem Licht erstrahlen.

Helfer werben Helfer

Im Schatten sitzen ein paar junge Männer, die sich mit Kaffee und Brötchen stärken. Janis Galli ist ebenfalls am Aufbau beteiligt. „Wir haben eben die Chips der Bändchen aktiviert, die die Gäste beim Einlass bekommen“, sagt er. Damit ist ab heute die Zahlung auf dem Festival-Gelände möglich.

Arian Linnekamp hat Felder für die Zelte und die parkenden Autos abgesteckt. Er wurde von Janis als Helfer geworben: „Ich hab’ gehört, dass es hier immer nette Menschen und gute Musik gibt, und dass es Spaß macht, von Anfang an dabei zu sein.“

Ansage mit Kultstatus

Der einzige Nicht-Siegerländer Rockfreak an diesem Nachmittag ist Volker Fröhmer. Der Hildener hat mittlerweile Kultstatus bei den Festival-Besuchern. Er sagt die Bands an, die beim Freak Valley Festival spielen. „Ich sag jedes Jahr das gleiche. Wenn ich fünf Minuten lang rede, interessiert das niemand“, so Fröhmer.

Deshalb beschränkt er sich auf das Wesentliche: Herkunft und Name der Band und das Wichtigste: viel Spaß. „Etwa 130 Bands habe ich mittlerweile angesagt“, so Fröhmer. Und dieses Jahr kommen etwa 30 dazu.

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