Mosterei

Gartenfreunde Kreuztal: Mosterei-Probelauf für Apfelsaft

Mit einem Druck von 300 Bar wird die zerkleinerte Maische gepresst. Die ausgepressten Apfelreste werden am Ende für Tierfutter verwendet.

Mit einem Druck von 300 Bar wird die zerkleinerte Maische gepresst. Die ausgepressten Apfelreste werden am Ende für Tierfutter verwendet.

Foto: Jürgen Schade

Ferndorf.   Apfelsaft aus eigenen Äpfeln: Wer sein Obst bei den Gartenfreunden in Ferndorf anliefert, kann den Saft wenig später wieder mit nach Hause nehmen

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Die Gartenfreunde Kreuztal starteten jetzt in ihrer Mosterei am Aherhammer einen Probelauf mit Augustäpfeln. Die eigentliche Saison beginnt nach Aussage von Margret Stahlschmidt am 18. September.

Es ist 6.30 Uhr am Samstagmorgen, als Jonas Spar, Günter Krieger und Reinhard Stahlschmidt die Türen zur Mosterei am „Aherhammer“ öffnen. Die Vorbereitungen laufen: Die Gartenfreunde Kreuztal wollen in einem Probelauf sehen, ob die Maschinen den Belastungen standhalten. Der Vorsitzende Reinhard Hillnhütter sowie Reinhard Stahlschmidt, seine Frau Margrit, Günter Krieger, Jonas Spar, Bernd Udo Müller und Elena Freier stellen alles bereit, damit schon jetzt gepresst werden kann. „Für uns ist es jedes Mal was Neues, wenn wir unsere Anlage in Betrieb setzen und die ersten Äpfel pressen“, sagt Reinhard Stahlschmidt.

Zahlreiche Auto fahren vor, im Kofferraum Äpfel. Auch Flaschen für den Saft haben sie dabei.

Obst wird zu Maische zerkleinert

Reinhard Hillnhütter drückt den Startknopf der Mostanlage. „Jeder, der seine Äpfel anliefert, bekommt auch seinen eigenen Apfelsaft“, so Margrit Stahlschmidt. Jonas Spar wiegt die Äpfel und kippt sie anschließend in ein Wasserbad, wo sich dann eine Schnecke in Bewegung setzt und sie zur Rätzmühle transportiert. Dort wird das Obst zu Maische zerkleinert und läuft in Mosttücher, worauf jeweils abwechselnd ein Brett, dann wieder ein Mosttuch kommen. Dieser Turm wird in der Obstpresse mit einem Druck von 300 bar gepresst. Der Fruchtsaft läuft durch Schläuche in den Bottich mit dem Fruchtsaftfilter, der Trübstoffe und grobe Mostbestände ausfiltert. Die Helfer füllen anschließend den Rohmost in die Kundentanks.

Das Pasteurisieren startet. Dabei wird der Saft auf bis zu 83 Grad erhitzt, damit Keime und Bakterien absterben und der Saft haltbar wird. Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, fließt der Saft durch ein Ventil zur Abfüllung. Dort wartet Elena Freier, die den Saft in Flaschen und Beutel füllt.

Trester wird Viehfutter

Die ausgepressten Apfelreste sind so trocken, dass sie wie Fladen aus den Presstüchern herausfallen. Der sogenannte Trester wird meist als Viehfutter in der Landwirtschaft verwendet, weiß Reinhard Hillnhütter.

2013 haben die Gartenfreunde Kreuztal ihre Mosterei bauen lassen und 2015 für rund 40 000 Euro eine neue Anlage gekauft. Die Kunden sollen ihre Äpfel möglichst in Gewebesäcken mit höchstens 25 Kilo anliefern. Wer mosten lassen möchte, kann sich anmelden unter 0176/57194731 oder auf www.gartenfreunde-kreuztal.de

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