Gesundheitsversorgung

Gemeinsame Großküche für zwei Siegener Krankenhäuser

Hubert Berschauer, Christian Lohmann (hinten) sowie Hans-Jürgen Winkelmann und Bertram Müller (vorn, von links).

Hubert Berschauer, Christian Lohmann (hinten) sowie Hans-Jürgen Winkelmann und Bertram Müller (vorn, von links).

Foto: Marien-Krankenhaus

Siegen.   Das St.Marien-Krankenhaus und das Kreisklinikum gründen den „Klinikservice Siegerland“, um Patienten in den Kliniken besser versorgen zu können.

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Kreisklinikum und St.Marien-Krankenhaus haben die Klinikservice Siegerland GmbH gegründet, um die gemeinsame Großküche an der Daimlerstraße in Siegen zu betreiben. Die Gesundheitsunternehmen zeigen damit nach eigenen Angaben, dass eine Zusammenarbeit deutliche Synergien erziele und die Versorgungsqualität für die Patienten erhöht werde.

Für das Projekt werden 8 Millionen Euro investiert. Versorgt werden Kliniken und Pflegeeinrichtungen in Siegen-Wittgenstein und Altenkirchen. Etwa 10 000 Portionen Frühstück, Mittag- und Abendessen werden produziert. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Logistik mit umfangreichem Fuhrpark.

Speisenversorgung für die Zukunft

„Nachdem wir unterschiedliche Varianten geprüft haben, haben wir uns für das Projekt an zentraler Stelle in Siegen entschieden. Mit dem Standort ‚Daimlerstraße‘ haben wir einen idealen Standort gefunden“, sagt Hans-Jürgen Winkelmann, Hauptgeschäftsführer des St.Marien-Krankenhauses. „Die in die Jahre gekommenen Küchen unserer Kliniken werden durch eine moderne Küche ersetzt.“

Damit werde eine Größe erreicht, die wirtschaftlicher ist. „Die gemeinsame Großküche macht die Speisenversorgung unserer Kliniken fit für die Zukunft“, so Bertram Müller, Geschäftsführer Kreisklinikum. In der neuen Küche würden jeden Tag mehrere tausend Essen zubereitet und dann zu den Krankenhäusern und den angeschlossenen Seniorenzentren gebracht.

Mitarbeiter werden übernommen

Die Inbetriebnahme soll bereits in der ersten Jahreshälfte 2019 erfolgen. Anders als bei der zuvor in Erwägung gezogenen Lösung auf der „grünen Wiese“ (Gewerbegebiet Hüppcherhammer in Olpe) können die vorhandene Immobilie und die innerstädtische Infrastruktur genutzt werden. Auch die bisherigen Mitarbeiter können alle übernommen und an einem zentralen Standort weiterbeschäftigt werden.

Man werde weiter versuchen, in einzelnen Bereichen immer größere Einheiten zu entwickeln. Die Kosten seien dafür nicht der einzige Faktor: „Wir haben als Unternehmen eine hohe soziale Verantwortung auch gegenüber unseren Mitarbeitern. Sinnvolle Zusammenarbeit muss deshalb immer auch das Wohl der betroffenen Mitarbeiter im Blick haben“, betonen die Geschäftsführer. Dort, wo es Interessengleichheit mit Partnern gebe, werde man zusammenarbeiten.

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