Ausstellungsprojekt

Gesucht: Jugendliche „Guides“ für Anne-Frank-Ausstellung

Die Ausstellung „Deine Anne“ zeichnet das Leben des jüdischen Mädchens Anne Frank nach..

Die Ausstellung „Deine Anne“ zeichnet das Leben des jüdischen Mädchens Anne Frank nach..

Foto: Krei

Siegen-Wittgenstein.   Bildungs- und Integrationsbüros planen Ausstellungsprojekt „Deine Anne“. Landrat und Siegener Bürgermeister sind Schirmherren.

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„Das Tagebuch der Anne Frank“ erzählt das Schicksal eines jüdischen Mädchens. „Deine Anne“ heißt ein Ausstellungsprojekt, das das Regionale Bildungsbüro und das Kommunale Integrationszentrum des Kreises in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Siegen und der Sparkassen im Kreisgebiet verwirklichen. Daneben wurde ein Trägerkreis aus weiteren regionalen Akteuren ins Leben gerufen, der ein Rahmenprogramm mit Theater- und Filmvorführungen, Lesungen, Konzerten um die Ausstellung herum gestalteten wird.

Ab Ende Februar 2018 wird die Ausstellung in den Räumen der Sparkasse Siegen gezeigt. Schulen in Siegen-Wittgenstein sind bereits jetzt eingeladen, „Das Tagebuch der Anne Frank“ in ihrem Unterrichtsplan zu berücksichtigen und sich für zweistündige Führungen durch die Ausstellung anzumelden. Gleichaltrige werden diese Führungen übernehmen, 30 Jugendliche ab 15 Jahren werden zu Peer Guides ausgebildet — „ein wesentlicher Bestandteil des Ausstellungskonzeptes“, sagt Arne Fries, Schulamtsleiter des Kreises. Die Ausbildung erfolgt durch Infonachmittage im Spätherbst dieses Jahres. Außerdem sind zwei ganztägige Trainingsseminartage unmittelbar vor der Ausstellungseröffnung geplant.

Schirmherren von „Deine Anne“ sind Landrat Andreas Müller und Siegens Bürgermeister Steffen Mues. „Der Name Anne Frank steht für Mut und Zuversicht in hoffnungslosen Zeiten“, sagt Steffen Mues: „Sie greift Fragen auf, die viele Jugendliche auch heute umtreiben: Wen und wie soll ich lieben? Was passiert in der Welt draußen und wie werde ich einmal Teil dieser Welt sein?“ Auch Landrat Andreas Müller verweist auf die zeitlosen Themen, die Anne Frank in ihrem Tagebuch anspricht: „Die Beschäftigung mit Anne Frank regt an, über Begriffe wie Toleranz, gegenseitigen Respekt, Menschenrechte und Demokratie nachzudenken“, sagt Müller, „die Ausstellung kann bewusst machen, dass eine Gesellschaft, in der die Unterschiede zwischen Menschen respektiert werden, nicht von allein entsteht.“

Hintergrund

Das jüdische Mädchen aus Frankfurt wandert 1934 mit seinen Eltern und seiner Schwester Margot in die Niederlande aus. In Amsterdam lebt die Familie ab Juli 1942 versteckt in einem Hinterhaus. Am 4. August 1944 wird die Familie von der Gestapo entdeckt, vermutlich ist sie verraten worden. Anne Frank stirbt im März 1945 im KZ Bergen-Belsen an Typhus. Nach dem Krieg veröffentlicht ihr Vater Otto Frank ihr Tagebuch.

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