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Gewässer im Dreiländereck werden zur Wissensroute

Die Mühle in Niederdielfen

Foto: Privat

Die Mühle in Niederdielfen

Wilnsdorf.   Lernstationen sollen Bewusstsein für Wichtigkeit fließender Gewässer stärken. Die vier Standorte in der Gemeinde Wilnsdorf stehen schon fest.

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Zehn Stationen in Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf verbindet die „Gewässererlebnis-und Wissensroute“, die die drei Kommunen gemeinsam mit dem Regionalverein Leader-Region 3-Länder-Eck planen. Das Konzept wurde jetzt im Bau- und Umweltausschuss vorgestellt.

Mit dem Projekt nehmen die Gemeinden für das Förderprogramm ein Leitmotiv auf: Die Leader-Region Dreiländereck ist ein Wasserland. Dort fließen mehr als 200 Kilometer Gewässer von kleinen Quellbächen bis zu den großen Gewässerachsen Heller, Weiß und Dill. Die meisten Bäche haben ihren gemeinsamen Quellursprung auf dem Kamm der Kalteiche, dieser Höhenzug verbindet den Hohen Westerwald mit dem Rothaargebirge.

Zurzeit werden im Rahmen der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie zahlreiche Gewässerabschnitte revitalisiert, um damit gute Gewässerzustände zu erreichen. Den Wert der natürlichen Fließgewässer der Leader-Region wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen und sie erlebbar zu machen sowie die Spuren der Wasserwirkung selbst zu erfahren, ist das Ziel des Leader-Projekts „Gewässererlebnis- und Wissensroute 3-Länder-Eck“.

Erzählstationen und Lernstandorte

Aktuell beginnen die Vorplanungen zur Anlage von insgesamt zehn ausgewählten Wasserorten und Stationen, die per Fuß und Rad entlang einer verbindenden Route zwischen den Trägerkommunen Burbach, Neunkirchen und Wilnsdorf zu erreichen sind. An diesen Wasserorten wird in Form von Erzählstationen, Lernstandorten, Ankerpunkten mit ausführlichen Informationen und Entdeckerpfaden über die verschiedenen Eigenschaften des Wassers, den Lebensraum Fließgewässer, die Kraft des Wassers und die Nutzung durch den Menschen informiert.

Kindergärten, Schulklassen, Familien und Menschen vor Ort sollen damit für die Naturschätze ihrer Region sensibilisiert werden. Die Einrichtung der Gewässerroute erhöht darüber hinaus den Freizeitwert und das Naturerlebnis der einzelnen Kommunen.

Vier Stationen in Wilnsdorf

Auf dem Gebiet der Gemeinde Wilnsdorf sind insgesamt vier Erlebnisstandorte vorgesehen: die Niederdielfener Mühle, die Weiß im Naturschutzgebiet Weißbachtal, der Hochwasserschutz Heckebachtal und der Landeskroner Weiher. Die Finanzierung erfolgt über Fördermittel (65 Prozent) und Eigenmittel der beteiligten drei Gemeinden (35 Prozent).

Die vorläufige Kostenschätzung liegt bei etwa 100 000 Euro. Auf die Gemeinde Wilnsdorf entfällt ein Gesamtkostenanteil in Höhe von 11,67 Prozent. Nach Vorlage der Entwurfsplanung können die Kommunen entscheiden, ob, in welcher Form und in welcher finanziellen Höhe sie sich an der Umsetzung beteiligen wollen.

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