Buschhütten

Glocke der Deichwaldschule läutet jetzt bei der Feuerwehr

Elfrun Bernshausen, Löschgruppenführe Steffen Marx und Stellvertreter Daniel Kassel präsentieren die Glocke der Deichwaldschule.

Foto: Jürgen Schade

Elfrun Bernshausen, Löschgruppenführe Steffen Marx und Stellvertreter Daniel Kassel präsentieren die Glocke der Deichwaldschule. Foto: Jürgen Schade

Buschhütten.   Im neuen Feuerwehrgerätehaus in Buschhütten hat die Glocke der inzwischen abgebrochenen Deichwaldschule ein neues Zuhause gefunden.

Die Glocke lagerte zwischendurch im Heimatmuseum Ferndorf. Engagierte Bürger und Geschäftsleute ermöglichten ihre Rückkehr mit neuem Klöppel nach Buschhütten, wo sie von der stellvertretenden Bürgermeisterin Elfrun Bernshausen erstmals wieder geläutet wurde.

Am 10. November 1884 wurde die rote Schule in Buschhütten feierlich eingeweiht, sie verfügte damals nur über ein Klassenzimmer. Eine Sammlung unter der Buschhüttener Einwohnerschaft ermöglichte den Kauf der ersten Glocke, die wegen eines kleinen Fehlers nur 150 Reichsmark kostete.

Durch die Decke ins Lehrerzimmer

Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass der Standort der Schule in unmittelbarer Nähe der Schlackenhalde der Cöln-Müsener-Hütte nicht gut gewählt war, weil beim Abkippen immer wieder glühende Schlacke auf den Schulhof gelangte. Außerdem befürchtete der damalige Kreisarzt eine gesundheitliche Schädigung der Schüler durch den kalkhaltigen Staub des Hüttensandes. Deshalb beschlossen Gemeinde- und Schulvorstand im Jahre 1910 den Verkauf, einigten sich dann aber auf einen Anbau von zusätzlichen zwei Klassenräumen. So wurde 1912 aus der alten roten Schule die Deichwaldschule, auch weiße Schule genannt. Die jetzt bei der Feuerwehr angekommene Glocke wurde 1930 bei der Firma Rinker in Sinn im Dillkreis gegossen. Sie hat eine Höhe von 51 Zentimeter und ein Gewicht von 83 Kilo. Welche Schlagkraft diese Glocke hat, stellte sie Anfang der 1970er Jahre unter Beweis, als sie aus dem Türmchen durch die Holzdecke ins Lehrerzimmer plumpste. Danach erhielt sie einen dauerhaften Platz auf dem oberen Flur des 1965 errichteten ersten Erweiterungsbaus.

Anlass der Glockenübergabe war der erste Tag der offenen Tür mit Fahrzeug- und Geräteschau, zu dem Löschgruppenführer Steffen Marx und sein Stellvertreter Daniel Kassel die Gäste willkommen hießen. „Das neue Feuerwehrgerätehaus Buschhütten ist ein Gewinn für die Kreuztaler Wehr und auch Anerkennung der großartigen ehrenamtlichen Tätigkeit“, sagte Elfrun Bernshausen. Möglich wurde der Neubau durch die Kooperation mit der Firma Achenbach Buschhütten.

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