Wettbewerb

Golddorf Müsen bereitet sich auf Landeswettbewerb vor

Die Jury protokolliert ihre Beobachtungen.

Foto: Steffen Schwab

Die Jury protokolliert ihre Beobachtungen. Foto: Steffen Schwab

Müsen.   Die Bewertungskommission diskutiert mit dem Müsener Aktivenkreis Stärken und Schwächen. Das Dorf landete 2017 überall im „grünen Bereich“.

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Noch steht der genaue Termin nicht fest, aber die Vorbereitungen auf die Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in diesem Jahr laufen in Müsen, dem Kreissieger, auf Hochtouren. Dazu gehörte auch ein Treffen des Müsener Aktivenkreises mit der Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in 2017.

Unter der Regie der zuständigen Sachbearbeiterin beim Kreis Siegen-Wittgenstein, Laura Michel, fand diese Besprechung im Bürgerhaus in Müsen statt. Von der Bewertungskommission nahmen Otto Marburger, Andreas Schwan und Klaus Stötzel teil.

Neben den Aktiven aus Müsen nutzten auch der für den Dorfwettbewerb zuständige Mitarbeiter der Stadt Hilchenbach Reinhard Gämlich und der Fachbereichsleiter Bürgerdienste Hans-Jürgen Klein die Gelegenheit, sich zu informieren.

Leerstandsmanagement als Idee

Müsen hat nicht nur 2017 Gold gewonnen, sondern auch bereits beim Kreiswettbewerb im Jahr 2014 sehr erfolgreich abgeschnitten. Laura Michel erläuterte die vielen Stärken und auch die Schwächen des „Dorf mit Charakter“, so Müsens Slogan, die die Bewertungskommissionen festgestellt hatten.

Während Müsen 2014 noch große Unterschiede in den Ergebnissen der einzelnen Bewertungsbereiche aufzuweisen hatte, zeigte sich das Dorf 2017 von seiner besten Seite. „Müsen landete in allen Kategorien im grünen Bereich“, stellte Laura Michel fest. „Herausragende Stärke ist und bleibt allerdings der Bereich der sozialen und kulturellen Aktivitäten.“

Beispielhaft genannt werden das vielfältige Vereinsleben, die sehr gelungene Gestaltung des Dorfinformationsparks in der Ortsmitte sowie das auch um kulturelle Angebote deutlich erweiterte Veranstaltungsprogramm im Bürgerhaus.

Bei den Entwicklungskonzepten und den wirtschaftlichen Initiativen hatte die Bewertungskommission unter anderem das Müsener Leitbild für Familien, die Identifikation der ortsansässigen Unternehmen mit dem Dorf sowie verschiedene Projekte zur Tourismusförderung überzeugt. Punkten konnte Müsen 2017 auch mit sehr gut erhaltenen und wieder im Aufbau befindlichen denkmalgeschützten Gebäuden sowie der ortstypischen Gestaltung als Hauptziel.

Auch die begonnene Wiederbelebung der „Gässchen“, also der alten Fußwege, als Müsener Besonderheit sorgte für Pluspunkte. Besonders hervorgehoben hatten die Gäste hierbei das jugendliche Engagement, das in der aktiven Beteiligung der Kindertagesstätte und der Grundschule sehr deutlich geworden war.

Deutlich wurde aber auch, dass in allen Kategorien noch das ein oder andere in Müsen verbessert werden kann: Angeregt werden eine Gestaltungsfibel und ein Leerstandsmanagement. Diese Punkte sieht der Aktivenkreis, der sich nun monatlich treffen wird, als Arbeitsauftrag.

Auch besondere Aktionen, wie die Verteilung der ersten „Goldpost“ an alle Haushalte, sind in Vorbereitung, um die Dorfbevölkerung zu informieren und an der Wettbewerbsvorbereitung teilhaben zu lassen.

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