Renaturierung

Heller in Neunkirchen wieder für Fische passierbar

Für die Reanturierung des Hellerabschnitts müssen alle Fische aus dem Bereich entfernt werden. Dies geschieht mittels

Für die Reanturierung des Hellerabschnitts müssen alle Fische aus dem Bereich entfernt werden. Dies geschieht mittels

Foto: Gemeinde Neunkirchen

Neunkirchen.   Die Renaturierung der Heller im Bereich der Pfarrau in Neunkirchen ist in beiden Richtungen abgeschlossen. Fische können dort wieder hindurch.

Die Heller ist im Bereich der Pfarrau wieder in beide Richtungen für Fische passierbar. Die Renaturierungsmaßnahme auf Grundlage der EU-Wasserrahmenrichtlinie wurde innerhalb einer Woche erledigt, die Kosten betragen etwa 55 000 Euro.

„In der Vergangenheit wurden viele Flüsse und Bäche begradigt und mit Wehren oder Sohlrampen versehen“, erläuterte die Gemeinde in einer Mitteilung. Diese Projekte dienten „unter anderem der Landgewinnung, zum Beispiel im Bereich von Gewerbegebieten“. Für Wanderfische stellen diese künstlichen Sohlschwellen „jedoch oft unüberwindbare Hindernisse dar“.

Durchgängigkeit wieder herstellen

Die im Jahr 2000 in Kraft getretene EU-Wasserrahmenrichtlinie habe zum Ziel, „die Oberflächengewässer und das Grundwasser bis spätestens 2027 in einen guten Zustand zu bringen“, heißt es weiter. Vorrangig sei „die Herstellung der Durchgängigkeit der Flüsse von der Mündung bis zur Quelle“.

Der entsprechende Abschnitt der Heller, in dem die Sohlschwellen – bestehend aus gerammten Spundwandprofilen – entfernt werden sollten, wurde zunächst abgesperrt. Dazu wurde oberhalb des Bereichs eine Einschwimmsperre, unterhalb eine Schlammsperre errichtet. Erstere sollte während der Arbeiten Fische aus dem zu verändernden Bachabschnitt fernhalten, letztere sollte das Eintrüben der Heller verhindern. Aus dem Bereich dazwischen wurden die Tiere mithilfe so genannter Elektrobefischung entfernt. Bei diesem Verfahren werden Stromstöße ins Wasser abgeben, die die Fische betäuben, sodass diese sich transportieren und außerhalb des zu renaturierenden Bereichs wieder in die Heller setzen lassen.

Sohlschwellen beseitigt

Anschließend rückten Bagger und LKW an, um die Sohlschwellen zu beseitigen. Die vorhandenen Vertiefungen, die sich hinter diesen Sohlschwellen ausgebildet hatten, wurden aufgefüllt und das Bachbett daraufhin mit insgesamt rund 750 Tonnen Grauwacke in eine so genannte Gleitenstrecke verwandelt, die die Fische nun problemlos passieren können.

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