Bauvorhaben

Hilchenbach investiert in Status als Klimaschutzkommune

Hilchenbach – hier eine Aufnahme vom Tag der offenen Tür der Klimawelten – sieht sich als Klimakommune. 

Foto: Klimawelten

Hilchenbach – hier eine Aufnahme vom Tag der offenen Tür der Klimawelten – sieht sich als Klimakommune.  Foto: Klimawelten

Hilchenbach.   Projekt auf dem Schulhügel stößt auf großes Interesse. Der Kulturelle Marktplatz Dahlbruch darf aber nicht allein mit Spenden bezahlt werden

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In Hilchenbach wird an vielen Ecken und Enden investiert. Rat und Bauausschuss haben die Themen auf ihren Tagesordnungen. Ein Überblick über den Stand der Dinge:

Nahwärmeinsel

37 000 Euro werden für die Planung eines Nahwärmenetzes für den Schulhügel bereitgestellt. Mit einer EU-weiten Ausschreibung soll ein „Contractor“ (Vertragspartner) gesucht werden, der die Heizung und Raumlufttechnik von Grund-, Realschule, Turn- und Ballspielhallen erneuert, eine zentrale Wärme - und Stromversorgung mit erneuerbaren Energieträgern aufbaut und das Produkt, eben Strom und Wärme, an die Stadt verkauft. „Das steht unserer Klimaschutzkommune gut zu Gesicht“, fand Dr. Peter Neuhaus (Grüne).

Immerhin sei Hilchenbach nach dem vorzeitigen Ausscheiden der Klimaschutzmanagerin ins Hintertreffen geraten. Bedauerlich bleibe, „dass wir unseren eigenen Weg nicht weitergegangen sind“. Denn das Angebot des Kreises, der zusammen mit einigen Kommunen gemeinsam einen Klimaschutzmanager beschäftigt, sei „weniger als eine Luftnummer“.

Baudezernent Michael Kleber berichtete von großem Interesse von Fachfirmen an dem Hilchenbacher Vorhaben. „Ich war überrascht — das bestätigt, dass dieses Konzept wirklich zukunftsfähig ist.“ Renate Becker (UWG) ärgerte sich trotzdem: Darüber, dass für dieses Projekt, nicht aber für die Außenspielfläche der Kita Kuckucksnest, sofort Geld locker gemacht werde. Die Verwaltung verwies auf die Erfordernis, den Betrag woanders einzusparen. Für das Kuckucksnest habe es keine Lösung gegeben, die Nahwärme-Planung dagegen kann aus dem Planungsbudget bezahlt werden.

Kultureller Marktplatz

Im November werden die — zum teil europaweit ausgeschriebenen — Aufträge an die Dachingenieure vergeben, dann wird der Bauantrag gestellt. Beantragt hat die Stadt inzwischen auch die Landeszuschüsse für den zweiten und dritten Bauabschnitt. Erwartet werden weitere 2,2 Millionen Euro, zusammen mit 1,5 Millionen städtischem Anteil sind die Erweiterung des Theaters und der Neubau von Turnhalle und Haus der Alltagskultur dann bezahlt; den ersten Landeszuschuss von 1,3 Millionen Euro gab es bereits Ende 2016. Für ihren Eigenanteil kann die Stadt übrigens nicht die komplette Zwei-Millionen-Spende von SMS-Inhaber Heinrich Weiss einsetzen. Zehn Prozent – das sind 377 000 Euro – muss die Stadt laut Förderbedingungen des Landes selbst finanzieren. Das übrige Spendengeld, so Bürgermeister Holger Menzel, werde für die nicht geförderten Anteile des Projekts verwendet; das könnten zum Beispiel Außenanlagen und Parkplätze sein.

Feuerwehr

Das Feuerwehrgerätehaus Vormwald muss erweitert werden, „mit dem Einbau einer Abgasabsauganlage ist es nicht getan“, heißt es in der Vorlage zur Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 11. Oktober. Nach einer Besichtigung hat Kreisbrandmeister Bernd Schneider „dringenden Handlungsbedarf“ nicht nur für Vormwald, sondern auch für Lützel, Grund und Oechelhausen gemeldet. Zugleich hat Schneider aber auch diesen kleinen Löschgruppen eine gute Personalstärke bescheinigt, der Zustand des Fuhrparks sei gut, es gebe auch genügend Atemschutzgeräteträger.

>>>>INFO: Kirche lässt Politik nicht mitdiskutieren

Kein Thema in städtischen Gremien werden die Pläne der evangelischen Gemeinde für Gemeindehaus und Kirchplatz. Die Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrerin Roswitha Scheckel, betrachte das als interne Angelegenheit der Kirchengemeinde, berichtete Bürgermeister Holger Menzel im Rat.

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