Gewerkschaft

IG Metall Siegen: Keine Zusammenarbeit mit der AfD

 Groß wie nie war das Interesse am Betriebsrätetag der IG Metall Siegen: 380 Teilnehmer informierten sich in verschiedenen Foren.

Groß wie nie war das Interesse am Betriebsrätetag der IG Metall Siegen: 380 Teilnehmer informierten sich in verschiedenen Foren.

Foto: IG Metall

Siegen.  Beim Betriebsrätetag ging es um Digitalisierung. Auch die Werkschließungen von Bergrohr und Pickhan haben damit zu tun, meint die IG Metall.

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„Wir haben uns für den Schwerpunkt Digitalisierung entschieden – und damit lagen wir genau richtig“, sagte Andree Jorgella, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Siegen, angesichts des Teilnahmerekords am 18. Betriebsrätetag der IG Metall Siegen. 380 Betriebsratsmitglieder, Jugendvertreterinnen und -vertreter sowie Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten aus Betrieben in Siegen-Wittgenstein kamen zu der Weiterbildungs-Veranstaltung unter dem Motto „Sicher im Wandel“ in die Siegerlandhalle.

Die Härten, die die digitale Transformation mit sich bringt, seien inzwischen auch in der Region zu spüren, betonte Andree Jorgella in Hinblick auf die Werksschließungen und die Restrukturierung bei den Erndtebrücker Eisenwerken (EEW), die 140 Arbeitsplätze kosten werden. Er appellierte an die Metallerinnen und Metaller, solidarisch zusammenzustehen und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Keinerlei gesellschaftlicher Fortschritt möglich sei allerdings mit der AfD, der es nur darum gehe, zu spalten, stellte Jorgella klar. Er lud dazu ein, mit ihm und anderen IG Metall-Sekretären über diese Partei zu diskutieren.

Themen: Arbeitsschutz und Ausbildung

Zukunftsgerichtet ging es anschließend im Forum zu den Auswirkungen der Industrie 4.0 und der Digitalisierung auf Beschäftigte zu. Prof. Dr. Klaus Kost von der Beratungsgesellschaft PCG Projekt Consult sagte, Betriebsräte, Aufsichtsräte und Gewerkschaften müssten die Umbrüche im Sinne von Beschäftigungssicherung und guter Arbeit gestalten. Dr. Kathrin Drews von der Technologieberatungsstelle NRW referierte im zweiten Hauptforum „Arbeitsschutz und Digitalisierung“ über digitale Gesundheitsrisiken und Möglichkeiten des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, die Vor- und Nachteile digitaler Technologien sowie die Mitbestimmungsmöglichkeiten der Betriebsräte.

Andere Foren behandelten Möglichkeiten, um angesichts der Transformation der Benachteiligung von Frauen im Betrieb gegenzusteuern. Im Renten-Forum wurde deutlich, wie wichtig Kenntnisse zum Übergang in die Rente sind, um „teure Fehler“ zu vermeiden. Um Digitalisierung ging es auch im Jugend-Forum zur dualen Ausbildung der Zukunft. Praxistauglich waren auch die Referate „Von Vollzeit in Teilzeit und zurück“ sowie „Der neue Manteltarifvertrag der Metall- und Elektroindustrie NRW“.

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