Wirtschaft

Jobcenter Siegen-Wittgenstein: Corona ist Herausforderung

| Lesedauer: 2 Minuten
Das Jobcenter Siegen-Wittgenstein steht in der Corona-Pandemie vor Herausforderungen.

Das Jobcenter Siegen-Wittgenstein steht in der Corona-Pandemie vor Herausforderungen.

Foto: Hendrik Schulz / WP

Siegen.  Christoph Sczudlik bleibt Geschäftsführer des Jobcenters in Siegen. Seine Bilanz für 2021 sieht gut bis durchwachsen aus.

Christoph Sczudlik, seit 2020 Geschäftsführer des Jobcenters im Kreis Siegen-Wittgenstein, wurde in der Trägerversammlung einstimmig für weitere fünf Jahre bestellt.

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Landrat Andreas Müller und Arbeitsagenturchefin Daniela Tomczak schlugen den 48-jährigen Juristen für die weitere Bestellzeit vor. Neben Sczudliks Berufung stand der vorläufige Jahresabschluss der Zielerreichung auf der Tagesordnung der Trägerversammlung. „Bedingt durch die Pandemie standen meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin vor besonderen Herausforderungen. Nach dem dritten Lockdown konnten wir in diesem Jahr aber endlich wieder positive Entwicklungen für unsere Kundinnen und Kunden sehen“, so Sczudlik.

Siegener Ziel bei Langzeitbeziehern verfehlt

Durchschnittlich 11.775 erwerbsfähige Leistungsbezieher hat das Jobcenter im Kreis Siegen-Wittgenstein im Jahr 2021 an seinen 13 Standorten betreut, das sind in etwa 8720 Bedarfsgemeinschaften. Bis Ende November wurden 2543 von ihnen in den Arbeitsmarkt integriert, 108 junge Menschen haben eine Ausbildung angefangen, berichtet der Geschäftsführer.

Er sieht aber auch noch Handlungsbedarfe, die sich bis in das nächste Jahr ziehen werden: „Weniger erfolgreich war die Verringerung der Langzeitleistungsbezieher im Kreis Siegen-Wittgenstein. Seit Juli sind die Abgänge dieser Personengruppe zwar größer als die Zugänge, aber hier werden wir unser Ziel von 7792 zum Jahresende voraussichtlich um 0,5 Prozent verfehlen.“

Berufliche Qualifizierung in Siegen: Planung übertroffen

Als besonders erfreulich sieht Christoph Sczudlik die Entwicklung bei den Bildungsangeboten und Maßnahmen zur Qualifizierung. „Aufgrund der Lockdown-Phasen standen einige Angebote nicht wie geplant zur Verfügung oder wurden verschoben.

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Daher konnten wir bis Mai unsere Ziele nicht erreichen. Das sieht seit Juni aber wieder anders aus. Vor allem bei der beruflichen Qualifizierung haben wir die geplanten Werte sogar übertroffen“, freut er sich.

Insgesamt hat das Jobcenter 2316 einzelne Fördermaßnahmen im Jahr 2021 umgesetzt und insgesamt 12 Millionen Euro für Eingliederungsleistungen ausgegeben.

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