Breitband

Kein Glasfaserkabel für Siegtalstraße – aber schnelles Netz

Für die Telekom lohnt sich das Verlegen eines Glasfaserkabels in Niederschelden nicht.

Für die Telekom lohnt sich das Verlegen eines Glasfaserkabels in Niederschelden nicht.

Foto: dpa

Niederschelden.   Die Telekom wird im Zuge des Straßenausbaus keine Datenleitung verlegen, weil Unitymedia bereits ein Kabel betreibt. Kunden müssen ggf. wechseln.

„Kein schnelles Internet heißt meist: Kein schnelles Internet von der Telekom.“ Bürgermeister Steffen Mues hat im Rat bekräftigt, dass im Zuge des Ausbaus der Siegtalstraße keine Telekom-Glasfaserkabel für Breitbandanschlüsse verlegt werden. Nichtsdestotrotz gebe es in diesem Bereich schnelles Internet – nur eben vom Anbieter Unity Media, der dort ein 400-MBit-Kabel betreibt.

Für die Telekom rechne sich das Verlegen eines zusätzlichen Glasfaserkabels in Konkurrenz dazu nicht, so Stadtbaurat Henrik Schumann. „Niederschelden ist versorgt – nur eben nicht von der Telekom“, bekräftige der Bürgermeister. Wer richtig schnelles Netz wolle, müsse den Anbieter eben wechseln. Das betreffe ebenso beispielsweise die Löhrstraße, wo es nur schlechtes Telekom-Netz gebe – aber auch an dieser Stelle biete Unity Media eine schnelle Alternative.

„Stadt kann nicht immer einspringen“

Aus den Reihen der Grünen war gefordert worden, dennoch zu prüfen, ob sich wenigstens Leerrohre im Zuge des Straßenausbaus verlegen ließen, um möglichen künftigen Anforderungen vorzubeugen. „Die Straße wird ja 30 Jahre nicht mehr aufgerissen“, sagte Joachim Boller. Zumal das bestehende Kabel jahrzehntealt und von der Post fürs Kabelfernsehen verlegt worden sei. Man werde prüfen, ob sich das in überschaubarem Kostenrahmen mit erledigen ließe, so Mues. Die Stadt könne aber nicht überall da einspringen, wo in der Privatwirtschaft oder bei anderen Behörden irgendetwas nicht funktioniere, schon aus finanziellen Gründen nicht. „Dafür gibt es Zuständigkeiten.“

Der Rat beschloss, die Mittel für die gestiegenen Kosten des Bauvorhabens bereitzustellen. Wegen unvorhergesehener größerer Mengen Teer, die entsorgt werden müssen, wird die Maßnahme teurer.

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