Bildung

Keine Entscheidung über Wilnsdorfer Schulen

Der Wilnsdorfer Schulausschuss hat die Anträge von CDU sowie von BfW/FDP und WPU zur Schulentwicklung abgesetzt. Weiterer Beratungsbedarf wurde von der SPD-Fraktion angemeldet.

Der Wilnsdorfer Schulausschuss hat die Anträge von CDU sowie von BfW/FDP und WPU zur Schulentwicklung abgesetzt. Weiterer Beratungsbedarf wurde von der SPD-Fraktion angemeldet.

Foto: Hans Blossey

Wilnsdorf.   Die SPD-Fraktion hat weiteren Beratungsbedarf und will mit einer 360-Grad-Betrachtung die Zentralisierung der Wilnsdorfer Schulen weiter prüfen.

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Der Schulausschuss hat die Anträge von CDU sowie von BfW/FDP und WPU zur Schulentwicklung abgesetzt. Die SPD-Fraktion hatte weiteren Beratungsbedarf angemeldet. Da sei es wenig hilfreich, wenn drei andere Fraktionen schon jetzt Tatsachen festzurren wollten, ohne überhaupt auf die 360-Grad-Betrachtung zur Schullandschaft einzugehen, sagte Michael Plügge (SPD).

Die vier Fraktionen hatten sich im Vorfeld für den Erhalt aller Schulstandorte ausgesprochen, die CDU hatte darüber hinaus einen Neubau der Grundschule Wilnsdorf zusammen mit der Kita am Höhwäldchen ins Gespräch gebracht. Dagegen stand die Vorlage des Rathauses, die sich auf den ersten Workshop zu den Ergebnissen der 360-Grad-Betrachtung am 15. Januar bezieht. Dessen Teilnehmer sollen danach „zeitnah zu einem zweiten Treffen“ eingeladen werden, um weiter diskutieren zu können. Bei der ersten Zusammenkunft sei es einzig um die wirtschaftlichen Aspekte der Untersuchung und damit um eine „rein monetäre Betrachtung“ gegangen.

Ähnlich äußerte sich Michael Plügge (SPD). Zunächst müssten pädagogische, soziale und infrastrukturelle Aspekte besprochen werden. „Ganz wichtig ist uns die Untersuchung von möglichen Synergieeffekten, zum Beispiel bei Schülerverkehr, Mensabetrieb, Bibliothek, Sportanlagen und weiteren pädagogischen und sozialen Apekten, bezogen auf alle vier Varianten“ der Untersuchung, sagte Plügge. Unterstützung bekommt er von Ekkehard Blume (Grüne) und dessen Fraktion. Blume wünscht sich vor allem ein starkes Einbringen der betroffenen Schulen. „Und was ist mit den Eltern?“, ist aus dem gut besetzten Zuschauerraum zu hören. In der 360-Grad-Betrachtung wird die Zentralisierung von Schulstandorten empfohlen.

CDU fordert schnelles Signal

Schulen und Eltern brauchten ein schnelles Signal für Sicherheit, begründete Stephan Hoffmann (CDU) das Vorgehen seiner Fraktion und wies den Antrag der SPD zurück. Aus seiner Sicht habe mehr als ausreichend Zeit für eine Beratung bestanden. Es gebe auch gar keine Verbindung zwischen der Workshop-Arbeit und dieser Festlegung. Mit 9 gegen 8 Stimmen folgt die Mehrheit der SPD, was zu bösen Blicken der CDU-Fraktion Richtung BfW/FDP und WPU führt. Hoffmann stellte ein trauriges Abstimmungsverhalten ausgerechnet jener fest, die sonst immer schnelle Maßnahmen forderten. Andreas Weigel (FDP/BfW) wies die Vorwürfe zurück. Es sei angemessenes demokratisches Verhalten, einer anderen Partei entgegenzukommen, die weitere Zeit zur Beratung wünsche. Sein Fraktionsvorsitzender Andreas Klein bestätigt dies am späteren Abend in einer Email: „Inhaltlich ändert das weder etwas an unserem Antrag noch an unserer Überzeugung.“

Die Vorlage der Verwaltung zum weiteren Vorgehen wurde einstimmig angenommen. Nicht mehr besprochen wurde die Stellungnahme des Rathauses, die sich entschieden gegen einige Passagen im BfW/FDP/WPU-Papier wendet, die fahrlässig und geeignet seien, die Schulen schlecht zu reden und in Misskredit zu bringen. Die Einrichtungen seien weder insgesamt marode, noch könne von einem Desaster die Rede sein, wenn es um die Entscheidung über die Zukunft der Grundschulen gehe.

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