Elterntaxis

Klare Zustimmung zu Hol- und Bringzonen an Siegener Schulen

Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, um sie vor den Gefahren des Verkehrs zu schützen – dabei sind gerade die vielen Elterntaxis Risikofaktoren.

Viele Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, um sie vor den Gefahren des Verkehrs zu schützen – dabei sind gerade die vielen Elterntaxis Risikofaktoren.

Foto: Marijan Murat / dpa

Geisweid.   Verkehrsausschuss in Geisweid: Die Dilldappen bleiben auf neuen Schildern. Fahrradverkehr auf der Hufeisenstraße am Bahnhof wird neu geregelt.

Die Dilldappen bleiben nackt. Weil sie es eigentlich dank ihres zarten braunen Fells gar nicht sind und vor allem schon seit 37 Jahren Generationen von Siegerländern mindestens so vertraut, wie Donald Duck, der ja schon viel länger ohne Hose durch die Weltgeschichte läuft. Anke Schreiber hat hörbar Spaß daran, den Mitgliedern des Verkehrsausschusses im Geisweider Ratssaal die Stellungnahme des „Dilldappen“-Schöpfers Matthias Kringes zu den Problemen mit der Züchtigkeit seiner populären Fabelwesen vorzulesen.

Die sind auf den neuen Schildern zu sehen, die künftig an vier Siegener Grundschulen auf die „Hol-und Bringzonen“ hinweisen sollen.

Eltern-Taxis sorgen für Probleme

An allen Schulen habe sich die Verkehrssituation durch die „Eltern-Taxis“ zugespitzt, sorge für Probleme unter anderem in Sachen Verkehrssicherheit, steht zur Begründung in der Vorlage. Ulrich Schlabach betont, jeweils rund 25 Prozent der Schüler würden an den vier Standorten durch die Eltern gebracht, die zum Teil versuchten, „bis in die Schule hinein zu fahren“. Das soll durch die festen „Hol-und Bringzonen“ entspannt und die Schüler zugleich dazu gebracht werden, zumindest ein Stück zu laufen und dabei Kompetenzen für die selbstständige Bewältigung des Schulwegs zu entwickeln. Dazu gehört nach Vorstellung von Politik und Verwaltung auch die Entwicklung sozialer Kontakte, wenn der Schulweg mit mehreren Kindern gemeinsam begangen wird. Der Ausschuss stimmte den vorgesehen Arealen einstimmig zu.

CDU- und FDP-Antrag

Ebenso ohne Gegenstimme hat das Gremium eine Neuregelung des Fahrradverkehrs auf der Hufeisenbrücke am Siegener Bahnhof beschlossen. Einem entsprechenden Antrag von CDU und FDP kommt die Verwaltung mit einem ausgearbeiteten Vorschlag zuvor, respektive entgegen. Weil es auch von anderer Seite entsprechende Anliegen gegeben habe, sagt Anke Schreiber. Die Radfahrer sollen nun beim Hochfahren aus Richtung Bahnhof nicht mehr an der Ampel warten müssen. Diese wird nach Vorstellung der Verwaltung so weit nach links auf die Fahrbahn verschoben, dass die Radfahrer daran vorbei- und anschließend hinter der Fahrbahnabsperrung die Kurve nehmen, danach wieder in den normalen Verkehr einfädeln können.

Wer Richtung Bahnhof unterwegs ist, kann die rechte Fußgängerrampe durchgehend als Radweg nutzen. Für Fußgänger ist nur noch der linke Bürgersteig freigegeben.

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