Gesundheit

Kliniken bitten Bundestagskandidaten zum Gespräch

In der Gesprächsrunde wurde  mit den Chefärzten und Geschäftsführern der Kliniken die aktuelle Situation der psychiatrischen Versorgung diskutiert.

Foto: Armin Weigel

In der Gesprächsrunde wurde mit den Chefärzten und Geschäftsführern der Kliniken die aktuelle Situation der psychiatrischen Versorgung diskutiert. Foto: Armin Weigel

Siegen.   Gesundheit im Fokus bei dem Treffen im Kreisklinikum: aktuelle Probleme aus dem Bereich „psychische Erkrankungen“ thematisieren.

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17,8 Millionen Erwachsene erkranken jedes Jahr an einer psychischen Störung — so viele, wie NRW Einwohner hat. Auch immer mehr Kinder und Jugendliche sind betroffen. Die psychiatrischen Abteilungen der DRK-Kinderklinik Siegen, des Siegener Kreisklinikums und des St.- Martinus-Hospitals Olpe hatten jetzt die örtlichen Bundestagskandidaten sowie Vertreter der Kreise zur Gesprächsrunde ins Kreisklinikum eingeladen.

Die Kliniken

Vor der Bundestagswahl wollen die regionalen Versorger sowie die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Physiotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) aktuelle Probleme aus dem Bereich „psychische Erkrankungen“ thematisieren. In der Gesprächsrunde wurde mit den Chefärzten und Geschäftsführern der Kliniken die aktuelle Situation der psychiatrischen Versorgung diskutiert. Gegenüber den Politikern äußerten die Chefärzte der Kliniken in Weidenau, auf dem Wellersberg und in Olpe den Wunsch , dass die Forschung langfristig und strukturell gefördert wird. So könne psychischen Erkrankungen vorgebeugt und betroffenen Personen zeitnah eine Behandlungsmethode angeboten werden. Außerdem wurden künftige Herausforderungen auf regionaler und Bundesebene zum Thema. Zusätzlich solle gesellschaftliche Teilhabe der Patienten sichergestellt werden, wozu entsprechendes Personal und Strukturen im Krankenhaus finanziert werden müssen.

Die Politik

Hermann Siebdrat (FDP) sieht Hauptprobleme unter anderem „in einem steigenden Bedarf, wegen der Zunahme psychischer Erkrankungen, der Notwendigkeit zum Ausbau der Kliniken und dem Bedarf an zusätzlichem Personal“. Sylvia Gabelmann (Die Linke) wünscht sich unter anderem „eine ausreichende Personalbemessung auch in psychiatrischen Kliniken und gute Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal“. Heiko Becker (SPD): „Die Psychiatrie benötigt, wie das Gesundheitssystem insgesamt, eine breite, gerechte und solidarische finanzielle Basis.“ Auch Maria Klein-Schmeink (Die Grünen) findet, „dass Regionalbudgets ermöglicht werden sollten, weil das entsprechende Personal finanziert werden muss“. Volkmar Klein (CDU) zeigte sich beeindruckt von den Aufgaben, denen sich die Krankenhäuser stellen: „Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diese schwere Arbeit tun, einen ganz herzlichen Dank.“

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