Europawahl

Kreis Siegen-Wittgenstein ruft zum Gang zur Europawahl auf

Bürgermeisterkonferenz mit Appell zur Europawahl

Bürgermeisterkonferenz mit Appell zur Europawahl

Foto: Stadt Siegen

Siegen-Wittgenstein.   Bürgermeister und Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein werben für mehr Wahlbeteiligung. Sie rufen zur Wahlteilnahme am 26. Mai 2019 auf.

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Landrat, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis Siegen-Wittgenstein rufen zur Teilnahme an der Europawahl am Sonntag, 26. Mai 2019, auf. „Nur wer wählt, hat es in der Hand, dass das künftige Europaparlament mit aller Kraft für die Sicherung von Frieden, Freiheit und sozialer Gerechtigkeit arbeitet und nationalistischen, undemokratischen, unsozialen Tendenzen eine klare Absage erteilt“, heißt es im gemeinsamen Appell.

Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß sieht in Europa den „Garant für Frieden und Freiheit, ebenso wie für eine stabile Wirtschaft und soziale Sicherheit“. Seine Bitte an die Menschen im Kreis: „Gehen Sie am 26. Mai wählen oder nutzen Sie die Möglichkeit der Briefwahl. Das dauert nur wenige Minuten.“

Reisefreiheit, offene Grenzen und der dadurch ermöglichte Austausch zwischen den Menschen in Europa sind Errungenschaften, die Christoph Ewers (Burbach) und Nicole Reschke (Freudenberg) mit der Europäischen Union verbinden. Beide betonen, dass sie die positiven Auswirkungen unmittelbar in ihren Kommunen spüren. Christa Schuppler (Wilnsdorf) geht davon aus, dass „nur ein starkes und gemeinsam handelndes Europa die Antwort auf unsere drängendsten Zukunftsfragen“ ist. Bernd Fuhrmann (Bad Berleburg) liegt nach eigenem Bekunden insbesondere der Klimaschutz am Herzen – eine Herausforderung, die nur gemeinsam zu lösen sei.

Dr. Torsten Spillmann (Bad Laasphe) richtet zur Verdeutlichung der Europawahl-Bedeutung den Blick auf die deutsche Geschichte. Es gehöre zur politischen und gesellschaftlichen Verantwortung, dass sich die Geschehnisse der Vergangenheit nicht wiederholen dürften. „Und das kann man nur mit einer guten Gemeinschaft erreichen, in der man sich gegenseitig kennt und respektiert und in der die Grenzen offen bleiben.“ Für diese Offenheit wirbt auch Dr. Bernhard Baumann (Neunkirchen): „Ich bin überzeugter Europäer, weil es gerade heute so wichtig ist, die territorialen Grenzen, besonders aber die Grenzen im Kopf, zu überwinden.“ Für Henning Gronau (Erndtebrück) ist Europa „ein herausragendes Friedensprojekt, was allen Menschen in Europa den Gang zur Wahl wert sein sollte“. Für Holger Menzel (Hilchenbach) bedeutet die EU „Sicherheit, Freiheit, Frieden und wirtschaftliche Stabilität in ganz Europa“.

Paul Wagener (Netphen) betont, dass es nicht ausreiche, „Unmut über bestehende Zustände zu äußern. Durch die Teilnahme an der Europawahl können Bürgerinnen und Bürger ihre Vertreter im EU-Parlament wählen, die sich ihrer Anliegen annehmen und diese nach außen hin vertreten.“ Steffen Mues (Siegen) unterstreicht seinen Eindruck, dass die EU oft nur mit Verordnungen und Reglementierungen gleichgesetzt werde: „Dabei wird verkannt, dass wir in vielfältiger Weise von Europa profitieren.“ Ohne die EU würde etwa die Just-in-Time-Produktion nicht mehr funktionieren, mit massiven Konsequenzen für Unternehmen und ihre Beschäftigten. Europa sei zudem eine Wertegemeinschaft, sagt Mues, die für Pluralismus und Demokratie stehe.

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