Jugendbeteiligung

Kreisjugendring kritisiert Stadt Hilchenbach

Nur im Sozialausschuss dürfen Vertreter des Jugendforums reden – das genügt ihnen nicht.

Nur im Sozialausschuss dürfen Vertreter des Jugendforums reden – das genügt ihnen nicht.

Foto: Betty Roth

Hilchenbach.  Harter Vorwurf: Die Stadt nehme Jugendliche nicht ernst und halte sich nicht an vereinbarte Beteiligungskonzepte.

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Der Kreisjugendringes Siegen-Wittgenstein kritisiert die Ablehnung der Eingabe des Hilchenbacher Jugendforums, das Rederecht in den Ausschüssen des Rates gewünscht hatte, durch den Hauptausschuss. Die Stadt, so der Dachverband der Jugendorganisationen, „sollte sich eigentlich glücklich schätzen: Es gibt ein aktives Jugendforum, unzählige Projekte und Initiativen von und mit Jugendlichen und eine offene Kinder- und Jugendarbeit in zwei Jugendtreffs mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Bürgermeister waren für Beteiligung

Diese vorbildliche Jugendarbeit und Vertretung von Interessen von Jugendlichen werde von der Politik und der Verwaltung in Hilchenbach ignoriert. Jugendliche würden nicht ernst genommen und übergangen. Seit 2018, so erinnert der Jugendring, gebe es durch die Rahmenkonzeption für kontinuierliche Jugendbeteiligung im Kreis Siegen-Wittgenstein, die vom Jugendhilfeausschuss und auch mit Zustimmung der Bürgermeisterkonferenz beschlossen worden sei, eine Grundlage für Jugendbeteiligung im Kreisgebiet: „Erfolgreiche Beteiligung erfordert, dass Jugendliche ernst genommen und begleitet werden.“

Es sei wichtig, sich an die Konzeptionen zu halten, heißt es weiter, „und damit eine eigenständige Jugendpolitik zu entwickeln, die darauf abzielt, Jugendlichen Zugänge zur kommunalen Öffentlichkeit zu erschließen und ihre Anliegen zum Ausgangspunkt für kommunalpolitisches Handeln zu machen. Jugendliche brauchen echte Partizipation und keine Spielwiesen, um demokratisches Handeln zu üben“.

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