Feuer

Kreuztal: Firma in Buschhütten ist abgebrannt

Noch am späten Samstagmorgen loderten unter der Kölsbachsiedlung in Buschhütten  immer wieder Brandnester auf, die abgelöscht werden mussten.

Noch am späten Samstagmorgen loderten unter der Kölsbachsiedlung in Buschhütten immer wieder Brandnester auf, die abgelöscht werden mussten.

Foto: Jürgen Schade

Buschhütten.  Die Firma Holzhauer in Buschhütten ist abgebrannt. Wie es zu dem Feuer kam, wird nun untersucht.

Bei einem Feuer ist in der Nacht zu Samstag die Halle der Firma Holzhauer in Buschhütten vollständig zerstört worden. Der Anlagenbauer stellt unter anderem Rohrleitungen und Kessel aus Stahl her.

Gegen 1.20 Uhr waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rotem Kreuz in die Kölsbachstraße gerufen worden. Beim Eintreffen stand der vordere Hallenteil im Vollbrand . Schnell breiteten sich die Flammen auf das gesamte Hallendach aus. Giebelfassade und Hallentor stürzten ein. Von der Produktionshalle griffen die Flammen auf ein Nebengebäude mit Sozialräumen und Werkstatt über. Verhindert werden konnte, dass das Feuer eine benachbarte Firma in der Straße Auf der Pferdeweide erfasste.

Über die Drehleiter und von mehreren Stellen vom Boden aus versuchten die Feuerwehrleute, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Immer wieder gab es Durchzündungen durch die Rauchgase, die als immer dunkler werdende Wolken aus den Fenstern und dem Dach in den Nachthimmel stiegen. In Sicherheit gebracht werden mussten die neben der Halle gelagerten Gasflaschen.

Fünf Stunden Stromausfall

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, zunächst die Einheiten aus Buschhütten, Kreuztal, Setzen, Sohlbach/Buchen und Geisweid , später auch Eichen, Krombach und Littfeld sowie die Drehleiter aus Dahlbruc h und der Lichtmast-Anhänger aus Dreis-Tiefenbach . Mit dem Einsatzstichwort „Feuer 5“ hatte die Kreisleitstelle einen Großeinsatz ausgelöst.

Um die enormen Löschwassermengen sicherzustellen, wurden auch die Stadtwerke Kreuztal gerufen. Ein Mitarbeiter kümmerte sich am Einsatzort darum. Zwischenzeitlich wurde die Sorge laut, es gebe ein Leck im Hochbehälter Dudeltätsch – der hohe Wasserverbrauch war aber nur auf den Feuerwehreinsatz zurückzuführen. Irgendwann ging die Straßenbeleuchtung aus. Grund dafür war, dass in dem brennenden Firmengebäude eine Trafostation zu Schaden gekommen war. Der Energieversorger Westnetz kam mit einer Hebebühne und sorgte wieder für Strom, der nach Angaben der Kreuztaler Feuerwehr für etwa fünf Stunden in Teilen Buschhüttens ausgefallen ist.

Wegen der vielen Einsatzfahrzeuge hatten Feuerwehr und Polizei die Siegener Straße an der Einsatzstelle im Erstangriff komplett gesperrt. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

Löscharbeiten noch bis Samstagabend

Bei dem Großbrand ist nach ersten Erkenntnissen ein Sachschaden in Millionenhöhe entstanden. Wie es zu dem Brand gekommen ist, müssen Brandsachverständige klären, sobald die Brandstelle abgekühlt ist. Polizeibeamte brachten am Samstagmorgen rund um das Firmengelände Flatterband und Schilder an mit dem Hinweis: „Betreten verboten. Brandort polizeilich beschlagnahmt“ an. Zahlreiche Schaulustige suchten am Samstagvormittag die Brandstelle auf.

Bis gegen 22.30 Uhr am Samstagabend waren die Einsatzkräfte aus Kreuztal und Buschhütten noch mit Nachlöscharbeiten von außen beschäftigt. Wegen Einsturzgefahr konnten die Feuerwehrleute nicht in das Gebäude hineingehen.

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