Wahl

Kreuztal: Kandidaten für Seniorenbeirat gesucht

Die Vorsitzenden des Seniorenbeirats Kreuztal (von links) Manfred Albertin, Fritz Großmann, Rudolf Müller und Jutta Siebel mit Dezernentin Edelgard Blümel (2.v.l.) und Bürgermeister Walter Kiß

Die Vorsitzenden des Seniorenbeirats Kreuztal (von links) Manfred Albertin, Fritz Großmann, Rudolf Müller und Jutta Siebel mit Dezernentin Edelgard Blümel (2.v.l.) und Bürgermeister Walter Kiß

Foto: Tim Haacke

Kreuztal.  In Kreuztal wird parallel zur Kommunalwahl im September auch der Seniorenbeirat neu gewählt. Kandidaten können sich noch bis Donnerstag bewerben

Wenn im September der Gang an die Wahlurne ansteht, werden in Kreuztal nicht nur die politischen Vertreter gewählt, sondern auch der Seniorenbeirat – jedenfalls theoretisch. Denn noch haben sich nicht genügend Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung gestellt, damit auch wirklich eine Wahl stattfinden kann. Noch bis Donnerstag, 16. Juli, können sich Menschen ab dem 60. Lebensjahr melden, die sich in den kommenden drei Jahren für die Interessen der Seniorinnen und Senioren in Kreuztal einsetzen möchten. Die Vorsitzenden des aktuellen Seniorenbeirates geben einen Einblick in die Arbeit der aktuellen Wahlperiode.

Brücke zwischen älteren Menschen und Verwaltung in Kreuztal

Der Seniorenbeirat hat die Funktion, eine Brücke zu bauen zwischen den etwas älteren Menschen auf der einen und Verwaltung und Politik auf der anderen Seite“, beschrieb Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß die Aufgabe. Die Verwaltung sei auf diesen Blickwinkel unbedingt angewiesen, so Kiß. Deshalb sei er dankbar, dass die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat in Kreuztal so konstruktiv verlaufe. Er lobte die Vielseitigkeit und Professionalität der Mitglieder. Mit Blick auf die kommenden drei Jahre hofft der Bürgermeister, dass sich erneut so engagierte Senioren für die Arbeit im Beirat finden.

Diesem Dank schloss sich die Sozialdezernentin Edelgard Blümel an. Ein knappes Drittel der Menschen in Kreuztal sei 60 Jahre oder Elter, so Blümel. Deshalb sei es wichtig, dass diese Bevölkerungsgruppe eine starke Stimme habe. Die Beiratsarbeit müsse daher auch in der aktuellen Situation weitergeführt werden. „Leider ist es wegen der Corona-Pandemie in den letzten Monaten zum Erliegen gekommen“, sagte Blümel.

Freie Plätze im Seniorenbeirat Kreuztal

Der aktuelle Beirat setzt seine Arbeit noch bis zum Jahresende fort, auch wenn die Wahl bereits im September stattfindet. 17 gewählte Vertreter und ein Ersatzmitglied sind momentan im Beirat aktiv. Dazu kommen entsandte Vertreter von Diakonie, Caritas, Stadtsportverband, DRK, dem Hans-Georg-Vitt-Seniorenzentrum und dem Seniorenwohnpark Krombach.

Eigentlich können 20 Mitglieder in den Beirat gewählt werden. Von den 17 aktuellen Mitgliedern stellen sich 13 erneut zur Wahl, vier aus verschiedenen Gründen nicht mehr. Dafür gibt es wiederum vier neue Kandidaten, womit nach momentanem Stand wieder 3 Plätze unbesetzt blieben und keine Wahl stattfände. Neu in der kommenden Periode wird ein entsandter Vertreter des Mehrgenerationenhauses sein. Neu wird außerdem sein, dass es keine Vorsitzenden mehr geben wird, sondern einen Vorstand, der wiederum einen Sprecher benennt.

Zeitzeugenprogramm an Kreuztaler Schulen

In einem umfassenden Tätigkeitsbericht informiert der Seniorenbeirat über die Arbeit aus der aktuellen Wahlperiode. „Ein Pfund, mit dem wir wuchern können“, seien die Geburtstagsbesuche, die der Seniorenbeirat in seinem Namen zu 85. und zu 90. Geburtstagen und ab dann jährlich abstatte, sagte Walter Kiß. Über 1000 solcher Besuche gab es seit 2018. Der erste Vorsitzende Fritz Großmann hob die Zeitzeugenprojekte hervor, bei denen Seniorinnen und Senioren Jugendlichen an Kreuztaler Schulen persönliche Erfahrungen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit schildern.

Die Veranstaltung Rock am Stock wurde als weiteres Highlight vorgestellt. Es schmerze sie, dass es in diesem Jahr nicht stattfinden könne, so die Vorsitzenden des Beirats unisono. In diesem Jahr war dieses Event wegen des Umbaus der Stadthalle Kreuztal ohnehin abgesagt – ein Grund, der Edelgard Blümel deutlich lieber ist als die Corona-Pandemie. „Es wird dringend Zeit für eine weitere Auflage“, findet auch Walter Kiß.

Manfred Albertin, 1. stellvertretender Vorsitzender des Seniorenbeirats, nannte das Fahrsicherheitstraining für Senioren als Höhepunkt der Wahlperiode. Diese Veranstaltung in Kooperation mit der Verkehrswacht sei stark nachgefragt gewesen. Ältere Menschen hätten oft Probleme sich mit Neuerungen im Straßenverkehr anzufreunden, das Training sei deshalb sehr sinnvoll. „Jeder hat etwas mitgenommen“, sagte Albertin und kündigte an, dieses Projekt in der kommenden Periode wiederholen zu wollen. „Die Zusammenarbeit zwischen Seniorenbeirat und Verwaltung klappt sehr gut“, sagte Manfred Albertin und zog so insgesamt ein positives Fazit.

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