Schule

Kreuztaler Clara-Schumann-Gesamtschule wird 25 Jahre alt

Einer der Höhepunkte beim Festakt am Samstag ist neben den Präsentationen der Vokalklassen und des daraus hervorgehenden Chors der Auftritt des Tanztheaters.  

Foto: Michael Kunz

Einer der Höhepunkte beim Festakt am Samstag ist neben den Präsentationen der Vokalklassen und des daraus hervorgehenden Chors der Auftritt des Tanztheaters.   Foto: Michael Kunz

Kreuztal.   1992 beginnt die Geschichte der Kreuztaler Gesamtschule. Fest zum Jubiläum

25 Jahre Clara-Schumann-Gesamtschule (CSG): Das ist ein Ereignis, das nicht einfach so im Kalender abgehakt wird. Am Samstagabend wurde gefeiert, „sicher noch etwas flotter als jetzt“, stellte Bürgermeister Walter Kiß am Vormittag fest, der im Zeichen des offiziellen und damit naturgemäß etwas gesetzteren Festaktes stand.

Wie schon vor fünf Jahren der 20. Geburtstag wurde auch dieses kleine Jubiläum in der Mensa begangen, mit Reden und Grußworten, mit Tanz und Gesang. Denn gerade die Vokalklassen und der darauf aufbauende Chor „AmaSing Generation“ gehören zu den Leuchtturmprojekten der Schule.

Stadt mit breitem Schulangebot

Darauf wies vor allem Landrat Andreas Müller hin, der als langjähriges Mitglied von „Tonart“ eine ganz eigene Beziehung zum Singen in einem Klangkörper hat. Er dankte dem langjährigen Verantwortlichen Michael Blume für dessen am Anfang durchaus umstrittene Pionierarbeit Müller hatte auch noch einen guten und amüsierten Rat für die männlichen Mitglieder von „AmaSing Generation“: Die Mädchen hätten es doch gut vorgemacht, „freundlich gucken macht nicht uncool.“ Neben der Musik habe die Gesamtschule auch eine hervorragende Bilanz in der Berufsvorbereitung aufzuweisen. Die Abschlüsse der Jugendlichen fielen oft deutlich besser aus, als die Empfehlungen nach der Grundschule hätten erwarten lassen. Das spreche für das Klima und das Engagement.

Schulleiter Christian Scheerer erinnerte an die „wilden Zeiten“ der 80er, in denen seine eigene Mutter gegen die Einrichtung von „Koop“-Schulen demonstriert hatte: „Du konntest ja nicht wissen, was einmal aus mir wird.“ Die 1992 eröffnete „Clara“ habe sich bestens entwickelt. Ungeachtet aller früheren Konflikte habe es aus dem Rathaus immer nur Unterstützung gegeben, sagte Scheerer, der die Schule seit 2006 leitet: „Der Schulkonsens hat hier schon 20 Jahre früher angefangen.“ Heute sei die „Clara“ eine Schule „für die Schüler, die uns brauchen“. Und da dies sehr viele seien, beweise es umgekehrt, dass die Schule für die Stadt und die Region wichtig sei.

Gleiches unterstrich Bürgermeister Walter Kiß, der die Unterstützung von Rat und Verwaltung auch für die Zukunft zusicherte und zugleich das sehr breite Schulangebot in Kreuztal lobte: „Das ist nicht mehr selbstverständlich. Michael Okon-Gerling, Dezernent bei der Bezirksregierung, blickte auch in die von Digitalisierung geprägte Zukunft, die für die gesamte Schullandschaft mehr Fragen als Antworten mit sich bringe.

Vielfalt mit 28 Nationalitäten

Pastor Thomas Rabenau überbrachte die Grußworte der „alten Tante Kirche an das knackige Mädel Clara“, im Namen beider christlicher Kirchen. Mahmut Kafas, Imam der Kreuztaler Moschee, unterstrich den Anspruch der Schule, junge Menschen auf die Gesellschaft vorzubereiten und erinnerte mit seiner Anwesenheit zugleich an die große Vielfalt der Menschen an der Schule, an der momentan der Nachwuchs von 28 Nationen vertreten ist.

Tanzvorführungen und Gesang komplettierten das Programm. Nach weiterem Grußworten wurde der fortgeschrittene Mittag zu einem gemütlichen gemeinsamen Essen genutzt.

>>> Info

1988 wurde die Bertha-von-Suttner-Gesamtschule als erste von heute vier Gesamtschulen im Kreisgebiet auf dem Siegener Giersberg eröffnet.

In Kreuztal scheiterten 1985 und 1986 Bedürfnisprüfungen. 1991 wurde die erforderliche Zahl von Interessenbekundungen erreicht. Am 30. Januar 1992 beschloss der Rat, die Gesamtschule im Gebäude der Hauptschule Kreuztal zu eröffnen.

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