Hauptausschuss

Kreuztaler Feuerwehr bekommt hauptamtlichen Gerätewart

Die Kreuztaler Feuerwehr beim Rohrbruch

Die Kreuztaler Feuerwehr beim Rohrbruch

Foto: Privat

Kreuztal.   Hauptausschuss verabschiedet Stellenplan und Haushalt. Personalrat wünscht mehr Sicherheit für Kita-Beschäftigte und warnt vor Abwanderung.

Rund 450 Beschäftigte auf 353,46 (Vollzeit-)Personalstellen und ein Personalkostensatz von 24,3 Millionen Euro im Haushalt – das sei „schon eine Hausnummer“, stellt Reinhard Lange (UWG) fest. Ändern kann und will auch er nichts daran: Einstimmig verabschiedet der Hauptausschuss am Donnerstag den Stellenplan der Verwaltung und später auch den kompletten Haushaltsplan. „Andere Kommunen sind in einer ganz anderen Situation“, merkt Jochen Schreiber (SPD) an und betont, dass auf die Bürger keine Steuererhöhung zukommt.

Der Stellenplan

Bei der Beratung des Stellenplans spricht Arne Siebel (CDU) die „erhebliche Arbeitsverdichtung“, die dazu führt, dass Erkrankungen von Mitarbeitern „Lücken und Defizite“ schaffen. Nur ein „Blick in die Glaskugel“ könne voraussagen, ob alle Beschäftigten gesund bleiben — und ob sie bei der Stadt bleiben. Letzteres ist tatsächlich ein erkennbares Problem geworden. „Die Konkurrenz der privaten Wirtschaft saugt alles auf, was sie an Fachkräften bekommen kann“, sagt Bürgermeister Walter Kiß, „da machen wir nicht immer das Rennen.“ Wenn Beschäftigte ausfallen, führe dies zu Mehrbelastungen anderer Kollegen: „Die Arbeit verschwindet nicht.“

Die Details

Unter dem Strich wächst die Rathaus-Belegschaft um 5,31 Stellen.

Feuerwehr: Nach der Stadt Netphen schafft nun auch die Stadt Kreuztal eine Stelle für einen hauptberuflichen Gerätewart bei der Freiwilligen Feuerwehr. Der Antrag der SPD-Faktion wurde einstimmig beschlossen. Jochen Schreiber (SPD) sprach von „veränderten Rahmenbedingungen“: Aufgrund neuer Vorschriften zu Atemschutz, Fahrzeug- und Gerätewartung wachse der Stundenaufwand jenseits des „Kerngeschäfts“ der Feuerwehr. Von Ehrenamtlichen allein sei das nicht mehr leistbar. „Es wird nicht bei der einen Stelle bleiben“, sagte Arne Siebel (CDU) voraus. Reinhard Lange (UWG) brachte bereits den hauptamtlichen Stadtbrandmeister ins Gespräch. Bürgermeister Kiß widersprach. Er sei „froh und dankbar, dass wir einen aktiven Wehrführer im Ehrenamt haben“. Arne Siebel (CDU) kritisierte, dass Elfrun Bernshausen (SPD) den Antrag als Vorsitzende des Feuerwehrausschusses unterschrieben, das Gremium aber nicht an der Beratung beteiligt habe: „Ein Schaufensterantrag, für den man die Schaufenster einer ganzen Einkaufsmeile braucht“.

Kitas: Elf Stellen hält die Verwaltung mittlerweile als Puffer, um daraus Kontingente abzuzweigen, Teilzeitstellen befristet aufzustocken. So groß seien die Schwankungen bei Anmeldungen und Buchungen der Eltern aber nicht, heißt es in der Stellungnahme der Personalratsvorsitzenden Ria Siewert. Sie wirbt für die Erweiterung der vorhandenen Teizeitstellen. Die betroffenen Beschäftigten hätten sonst weiter die ständige Unsicherheit, in welchem Umfang sie im folgenden Kita-Jahr beschäftigt werden und wie hoch ihr Einkommen ist. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Fachkräfte unbefristete Stellen bei anderen Trägern annähme. Bürgermeister Kiß sprach von einem „sehr berechtigten Anliegen“. Auch Dieter Gebauer (Grüne) forderte, „den Beschäftigten mehr Sicherheit zu geben“.

Stadtentwicklung: Das technische Gebäudemanagement wird für die anstehenden Investitionen, unter anderem im Schulzentrum, um die Stelle eines Bauleiters verstärkt. Dauerhaft bleiben soll auch die zunächst befristete Stelle im Bereich der Stadtplanung für Förderanträge und Digitalisierung — „auch über die Regionale 2025 hinaus“.

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