Stadtentwicklung

Kreuztaler Verwaltung beantragt IKEK-Fördermittel

Die Verwaltung soll die Fördermittel beantragen für die bewilligten Projekte.

Foto: Hans Blossey

Die Verwaltung soll die Fördermittel beantragen für die bewilligten Projekte. Foto: Hans Blossey

Kreuztal.   Rat beschließt die Umsetzung des Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK). Auch die Fusion von Thyssen Krupp Steel mit Tata ist Thema.

Das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept der Stadt Kreuztal ist fertig. Nun soll es in die nächste Phase gehen – darüber waren sich die Ratsmitglieder der Stadt am Donnerstagabend einig. „Es sind viele interessante Dinge aus der Bürgerschaft eingeflossen und das Konzept ist sehr umfangreich“, sagte Bürgermeister Walter Kiß zu Beginn der Sitzung.

Einstimmig sprachen sich die Politiker dafür aus, dass die im Konzept festgelegten Start- und Leitprojekte entsprechend der Prioritätenliste (wir berichteten) umgesetzt werden sollen – sobald eine Förderung möglich ist. Die Verwaltung solle die Förderanträge für die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen stellen. Auch die Oberkernabgrenzungen für eine mögliche private Förderung, die ortsbildprägende Gebäude betrifft, wurde beschlossen.

Andreas Müller (SPD) bedankte sich für die Umsetzung und das umfangreiche Werk. Er lobte die Beteiligung der Bürger – „auch wenn Einige „ein bisschen skurril erscheinende Ideen“ eingereicht hätten, wie die Idee einer Seilbahn zum Kindelsberg. Viele Projekte seien bereits umsetzbar, andere noch im Anfangsstadium. Die Stadt sollte diese aufgreifen und zeigen, dass sie die Wünsche der Bürger ernst nehme. Auch, dass die Abgrenzung der historischen Ortskerne nun vorliege, sei gut – vor allem, dass „versucht wurde, 1945 einen Schnitt zu machen“.

Frank Frisch (FDP) freute sich über die Eindeutigkeit, die mit dieser Abgrenzung einhergehe. „Mir hat auch gefallen, wie Herr Kiß in Gesprächsrunden die Bürger immer ermuntert hat und sagte, dass nichts verloren gehe“, so Frisch. So sei ein großer Ideenpool entstanden. Sein Appell: „Ich fordere uns auf, die Bürger im weiteren Verfahren nicht allein zu lassen.“ Kiß beteuerte daraufhin, dass die Verwaltung den Bürgern zur Seite stehe mit einer „Fachplanung, die wir beschließen müssen“.

Verbesserungen gefordert

Die Gelegenheit, um mit dem Gerücht aufzuräumen, er sei prinzipiell gegen IKEK,nutzte Arne Siebel (CDU). „Das ist weit gefehlt.“ Vielmehr habe er etwas gegen komplizierte Förderverfahren. Das Konzept sei eine „Topleistung von allen Beteiligten“. Dennoch könnten die Abgrenzungen an der ein oder anderen Stelle noch optimiert werden. Diese Ansicht teilte der Bürgermeister.

Dieter Gebauer (Grüne) fragte nach den Häusern in den Bereichen, die in den Zeichnungen fehlten und nach jenen, die neuer als Baujahr 1945 seien. „Die Grenze ist weich und fließend“, so Kiß. Sie sei zunächst gezogen worden, um „überhaupt eine zu haben“. Einzelprüfungen seien nötig.

>>>> INFO: Reaktion auf Resolution der Stadt Kreuztal

Ebenfalls ging es in der Ratssitzung um die geplante Fusion von Tata und Thyssen Krupp Steel. Bürgermeister Walter Kiß teilte mündlich mit, dass es zwei Reaktionen auf die Resolution der Stadt Kreuztal gebe. Eine sei von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. „Er hat uns für den Brief gedankt“, sagte Walter Kiß. Das sei der wesentliche Inhalt der Rückmeldung gewesen.

Zudem habe es eine Mitteilung vom Vorstand des Thyssen Krupp Konzerns gegeben. „Da steht im Wesentlichen drin, dass man sich um die Arbeitsplätze kümmern möchte.“ Langfristig sichern wolle der Konzern „europäische Arbeitsplätze, wohlgemerkt keine Siegerländer Arbeitsplätze“, ergänzte Kiß. Auch die Rückmeldung sei sehr knapp ausgefallen: „So ist das eben mit Resolutionen“, sagte Kiß. Eine weitere Antwort stehe noch aus, darauf warte der Bürgermeister.

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