Gründerwettbewerb

Kreuztalerin gewinnt mit nachhaltigem Label „Anna und Oscar“

Zukunftsweisende Geschäftsideen: Die Sieger des diesjährigen Gründerwettbewerbs „JU DO!“ freuen sich über das Gesamtpreisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Zukunftsweisende Geschäftsideen: Die Sieger des diesjährigen Gründerwettbewerbs „JU DO!“ freuen sich über das Gesamtpreisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Foto: Carsten Schmale

Siegen.   Gründer werden beim Wettbewerb „JU DO“ für zukunftsweisende Ideen ausgezeichnet. Carolin Flender belegt den ersten Platz.

Was haben Wickelrucksäcke, Hochleistungsbeton und Künstliche Intelligenz gemeinsam? Sie können die Grundlage für ein eigenes Unternehmen sein. Sechs Gründungskonzepte erhielten in der Aula des Kulturhauses Lyz eine Bühne und bescherten dem aufgeschlossenen Publikum Einblicke in zukunftsweisende Geschäftsideen.

Insgesamt 29 Gründer und Gründerteams folgten der Einladung der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen und hatten sich bis Ende 2018 für den regionalen Gründerwettbewerb „JU DO!“ beworben – so viele wie noch nie. Vielseitige und spannende Gründungskonzepte, aus denen die Wirtschaftsjunioren sechs für die finalen Pitches vor Publikum Ende Februar auswählten.

Mit dem jährlichen Wettbewerb „JU DO!“ unterstützen die Wirtschaftsjunioren die heimische Gründerszene und geben jungen Unternehmern eine Plattform. Das gesamte Preisgeld von 10.000 Euro wurde auf die drei Preisträger aufgeteilt. Gestiftet hatten das Preisgeld die Gründerinitiative Startpunkt57, die Volksbank in Südwestfalen eG, der Industrie- und Handelsclub Südwestfalen und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Siegen.

Platz 1

Den ersten Platz, dotiert mit 5000 Euro, erlangte die Kreuztalerin Carolin Flender. Unter dem Label „Anna und Oskar“ entwirft, produziert und vertreibt sie nachhaltige Produkte für Eltern in der Startphase. Ob

Wickelrucksäcke und -unterlagen oder andere Taschen: Ihre Produkte zeichnen sich durch minimalistisches Design, Langlebigkeit und vielseitige Einsatzmöglichkeiten aus.

Platz 2

Über Platz zwei und damit 3000 Euro freuten sich Marco Schmidt und Stefan Rosenau von der Siegener Applicants Deutschland GmbH. Ihr Unternehmen bietet ein cloudbasiertes Bewerbermanagementsystem mit Metasuchmaschine für Arbeitnehmerprofile, integriertem Talentpool und einem Netzwerk für Personaldienstleister.

Platz 3

Den mit 2000 Euro dotierten dritten Platz belegten Dr. Martin Stein und Nico Castelli von der open.INC UG in Weidenau. Ihre Anwendung hilft Unternehmen, ihre Daten digital zu erfassen, zu konsolidieren, zu speichern und anwendungsgerecht zu nutzen – von der Datenanbindung bis zur Datenvisualisierung.

Weitere Ideen

Darüber hinaus haben einige weitere Gründer dem Publikum und der Fachjury im Lyz ihre Geschäftsmodelle vorgestellt: Nils Saßmannshausen vom Giesswerk überraschte das Publikum mit Anwendungsmöglichkeiten von Ultrahochleistungsbeton im Lautsprecherbau. Mona Ghazi und Nico Ohlig zeigten mit ihrer Zeitmanagement-App DINO TIME auf, wie sie Menschen dabei unterstützen möchten, sich neue Gewohnheiten anzueignen und ihre Alltagsplanung flexibel und effektiv zu gestalten.

Dr. Michael Banf, Jan Nasemann und Sebastian Opfermann entführten das Publikum in die Welt der Künstlichen Intelligenz. Denn die steht im Mittelpunkt ihres im Juli 2018 gegründeten Unternehmens EducatedGuess.ai GbR., das mittelständischen Betrieben durch Beratung und Schulung einen effektiven Einstieg in die Themen Datenanalyse und Machine Learning ermöglicht. „Wir sind sehr positiv beeindruckt von der Vielfalt der Themen und dem persönlichen Engagement der jungen Selbstständigen, mit dem sie ihre Ideen vorantreiben“, betont Thomas Paar, Projektleiter des Gründerwettbewerbs. „Mit ,JU DO!‘ bieten wir den jungen Unternehmern Zugang zu einer breiteren Öffentlichkeit sowie Austausch über die eigenen Planungen.“

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