Kultur

Kunstsammlung der Stadt Kreuztal zieht in den Wintergarten

 

 

Foto: Jennifer Wirth / wp

Kreuztal. Der Fachausschuss hat zugestimmt: Die Kunstsammlungen der Stadt Kreuztal bekommen nach rund 32 Jahren ein richtiges Zuhause – die Gelbe Villa in Dreslers Park. Im Erdgeschoss stehen vier Räume zur Verfügung, die nun mit rund 10.000 Euro so hergerichtet werden sollen, dass die Dauerausstellung schnell geöffnet werden kann.

Konkret geht es um das ehemalige Büro der Bibliothek mit der Außentreppe in den Park, den Wintergarten mit einem vorgelagerten Raum und das ehemalige Trauzimmer. Die Wandflächen sind unterschiedlich groß, die Räume hell. „Das ist ein toller Ort für eine Ausstellung“, sagte Kulturamtsleiter Holger Glasmachers, der vor der gestrigen Sitzung des Kulturausschusses mit den politischen Vertretern einen Rundgang gemacht hat.

Die Ausstellungsmöglichkeiten für Bildende Künste standen von Anfang an im Konzept für den Dreslerschen Park – „und ich bin begeistert, dass das jetzt Wirklichkeit wird“, so Kurator Frank Frisch. Die Volkshochschule verzichtet auf zwei Räume im Erdgeschoss. Das sei laut Bürgermeister Walter Kiß kein Problem, da die Nachfrage nach Deutschkursen nachgelassen habe und die VHS die Räume nicht mehr zwingend benötige. „Das ist abgesprochen.“

Werke mit Schienen befestigen

Um die Kunst gut zu präsentieren und gleichzeitig die denkmalgeschützte Bausubstanz zu wahren, plant das Kulturamt ein Schienensystem zu nutzen. Die Werke würden dann an Schnüren hängen. Diese Lösung finde der Kulturamtsleiter normalerweise nicht ideal, weil Aluminium-Schienen den Eindruck eines Werkes verändern würden. Doch in der Gelben Villa sei es vermutlich die beste Option. Im Obergeschoss des Gebäudes, so Glasmachers, gebe es solche Schienen bereits. „Mal gucken, wie wir es machen“, sagte er. Es sei denkbar, diese Schienen für die Ausstellung zu nutzen. Zudem stehen kleine Ausbesserungsarbeiten in den Räumen an und für die entsprechende Ausleuchtung muss gesorgt werden.

Mit Umsetzung beginnen

Mit den nötigen Arbeiten, so Bürgermeister Walter Kiß, werde schnellstmöglich begonnen. Das Geld sei bereits in den Haushalt eingestellt worden. Geöffnet würde die Galerie zu den Dienstzeiten des Standesamtes und zu Veranstaltungen des Kulturamtes. Die Eröffnung wäre noch im Herbst 2019 möglich. Der Weihnachtsmarkt, der auch in der Gelben Villa seinen Platz findet, soll auch weiterhin dort bleiben. „Wir müssen überlegen, wie wir die Stände dann am besten anlegen“, so Glasmachers. Der Schutz der Bilder sei unerlässlich, sagte auch Frisch.

„Es gibt rund 150 Exponate von 57 Künstlern aus drei verschiedenen Sammlungen“, sagte Holger Glasmachers. Das sei beachtlich. Bisher konnten die Werke, die Frank Frisch ehrenamtlich zusammengetragen hat, nur für kurze Zeit im Kreuztaler Schaufenster in der Stadtbibliothek oder im Kulturbahnhof ausgestellt werden. Zukünftig soll die Dauerausstellung immer zu sehen sein und – so die erste Idee – einmal im Jahr abgeändert werden.

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