Landtagswahl 2022

Wahl in Siegen: Nur noch zwei Abgeordnete im Landtag

| Lesedauer: 19 Minuten
NRW-Landtagswahlen 2022: Basiswissen auf einen Blick

NRW-Landtagswahlen 2022- Basiswissen auf einen Blick

Jede wahlberechtige Person hat zwei Stimmen: die Erststimme und die Zweitstimme. Wer welche Stimme bekommt, erklären wir im Video.

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Siegen.  Das amtliche Endergebnis steht fest: Über die Landeslisten rückt niemand aus Siegen-Wittgenstein mehr in den Landtag nach. Hier ist unser Blog.

Hier finden Sie die Ergebnisse:

NRW-Landtagswahl 2022 im Kreis Siegen-Wittgenstein – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Siegen – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Burbach – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Freudenberg – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Hilchenbach – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Kreuztal – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Netphen – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Neunkirchen – Die Ergebnisse

NRW-Landtagswahl 2022 in Wilnsdorf – Die Ergebnisse

Landtagswahl 2022 in Siegen – Der News-Ticker

Montag 8 Uhr: Es bleibt dabei: Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth vertreten den Kreis Siegen-Wittgenstein im Landtag – und zwar allein. In der Nacht zum Montag hat der Landeswahlleiter das vorläufige Endergebnis festgestellt. Danach gibt es zwar wieder Überhang- und Ausgleichsmandate, weil die CDU mehr Direktmandate gewonnen hat, als ihr Mandate nach dem Zweitstimmenergebnis im Landtag zustehen. Doch insgesamt ist der neue Landtag mit 195 Sitzen sogar um vier Sitze kleiner als der alte.

+++ Lesen Sie auch: Landtagswahl Siegen und Umland: So schneiden die Parteien ab+++

Die SPD kann über die Landesliste demnach noch elf Abgeordnete entsenden. Die Liste zieht bis Platz 14, weil auf den vorderen Listenplätzen Kandidaten bereits ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis gewonnen haben. Adhemar Molzberger hat den Listenplatz 23. Weitere mögliche Nachrückerin ist Manuela Köninger (Grüne). Auf der Grünen-Landesliste hat sie Platz 43, gezogen hat die Liste bis Platz 36. Die FDP hat zwölf Listenmandate errungen, Andreas Weigel ist auf Platz 28. Ebenfalls zwölf Listenmandate hat die AfD, Christian Zaum ist auf Platz 16.

21.36 Uhr: Es fehlten landespolitische Themen - und Bier: Die Nachlese der Wahlparty im Siegener Lyz.

21.30 Uhr: Am Ende wird es zäh: Für die Endergebnisse in den beiden Wahlkreisen fehlen noch je ein Briefwahlbezirk aus Bad Berleburg, Bad Laasphe und Siegen.

20.05 Uhr: Sie habe lange eine große Anspannung verspürt in den vergangenen Wochen, erzählt Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) - in ihren vielen Gesprächen habe sie keine klare und eindeutige Rückmeldung bekommen in Bezug auf ihr persönliches Abschneiden. Kritikpunkte wie auch klare Zustimmung hätten sich die Waage gehalten - nun falle ihr mehr als nur ein Stein vom Herzen: „Ein dicker Brocken!“, sagt sie. Die Anspannung sei nun deutlich gesunken.

20.03 Uhr: Dieses Ergebnis hätte Jens Kamieth so nicht erwartet - sowohl für ihn persönlich nicht, als auch für seine CDU nicht. „Ich hätte ein knapperes Rennen erwartet“, sagt der alte und neue Landtagsabgeordnete. Er sei von einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bernardo Adhemar Molzberger ausgegangen, am Ende mit einer Nasenlänge Vorsprung für ihn. „Im Wahlkampf sind wir mit unseren Themen offensichtlich durchgedrungen“, glaubt Kamieth, „die Menschen haben sich nicht verrückt machen lassen.“

20.00 Uhr: Die Stadt Hilchenbach hat um 19.51 Uhr als erste Kommune im Kreis Siegen-Wittgenstein ein Endergebnis. Anke Fuchs-Dreisbach liegt mit hauchdünnen 35 Stimmen Vorsprung vor Samir Schneider, Johannes Remmel von den Grünen holt stolze 14 Prozent. Einen Bonus hat die Abgeordnete bei den Hilchenbachern allerdings nicht: Der Abstand der CDU vor der SPD ist wesentlich deutlicher. Auch in den anderen Kommunen sind die Wahlvorstände nun im Endspurt: In Burbach fehlt noch ein Bezirk, in Freudenberg, Netphen und Neunkirchen je zwei.

19.35 Uhr: Siegen hat jetzt 46 von 100 Bezirken geschafft. Kamieth liegt jetzt 800 Stimmen vor Molzberger, die CDU fast 500 Stimmen vor der SPD. Mit derzeit 16,8 Prozent Zweitstimmen erzielen die Grünen derzeit in Siegen ein Spitzenergebnis.

19.21 Uhr: Am Zuspruch im Wahlkampf gemessen sei er schon enttäuscht, sagt Bernardo Adhemar Molzberger, der im 126er Wahlkreis für die SPD Jens Kamieth herausforderte. Die Stimmung sei gut gewesen, er habe viele gute Gespräche geführt. Immerhin das Wahlziel, schwarz-gelb abzuwählen, habe die SPD erreichen können. Die SPD-Wahlparty ist unterdessen abgesagt worden, die Pizza-Bestellung wurde gecancelt.

19.19 Uhr: Mark P. Stadler, Direktkandidat der Linken im Siegerland, macht sich Sorgen um die hohe Zahl der Nichtwähler. Als Demokrat empfinde er das als bedrückend - „ich würde gerne wissen, was diese mehr als 40 Prozent denken.“ das bestätigt Roland Wiegel, der im 127er Wahlkreis für die Linken kandidierte: Wenn sich so viele Menschen nicht von der Politik ernstgenommen fühlten, sei das ein Problem. Hier sehe er für die Linke großes Potenzial, diese Menschen wieder mitzunehmen.

19.16 Uhr: Irgendwann heute Abend wird es eine lange Pause geben, bis neue Zahlen kommen: Parallel zur Arbeit in den Wahllokalen müssen auch die Briefwahlstimmen ausgezählt werden, die in den Rathäusern vorliegen. Allein bei der Stadt Siegen wurden 22 Briefwahlvorstände gebildet, in Kreuztal immerhin auch sieben.

19.15 Uhr: Manu Köninger ist begeistert vom besten NRW-Ergebnis aller Zeiten für die Grünen: „Der Wandel ist da“, so die Direktkandidatin im 126er-Wahlkreis. Auch in Siegen-Wittgenstein, das habe sie im Wahlkampf deutlich zurückgemeldet bekommen, „die Menschen wollen den Wandel.“ Der Zuspruch gerade in Klimafragen, zur Verkehrswende insbesondere in Siegen sei groß gewesen - auch wenn der Ukraine-Krieg landespolitische Themen klar überlagert habe. Das berichten alle Direktkandidatinnen und -kandidaten übereinstimmend. „Das ist auch richtig so“, findet Köninger.

19.12 Uhr: Netphen hat fast zwei Drittel geschafft: Fuchs-Dreisbach 41,9 Prozent, Schneider 28,9, CDU 43, SPD 26,8.

19.10 Uhr: Für SPD-Anhänger der Blick nach Kreuztal, wo ebenfalls gut die Hälfte der Bezirke erfasst sind: Schneider 34 Prozent, Fuchs-Dreisbach 28,8, SPD 30,8 CDU 29,5.

19.08 Uhr: Siegen wird wieder für einen langen Wahlabend sorgen: Eine Stunde nach Schließung der Wahllokale liegt gerade ein Fünftel der Ergebnisse vor. Kamieth: 35,2 Prozent, Molzberger 27,0, CDU 31,4, SPD 27,0.

19.05 Uhr: Auch in Neunkirchen ist die Hälfte der Bezirke ausgewählt: Kamieth fast 200 Stimmen vor Molzberger, die SPD gut acht Prozentpunkte hinter der CDU.

19.03 Uhr: Halbzeit beim Auszählen in Burbach: Kamieth fast doppelt so viel wie Molzberger, die CDU entsprechend vor der SPD.

19.01 Uhr: Freudenberg ist zu zwei Dritteln durch: Kamieth gut 200 Stimmen vor Molzberger, die CDU entsprechend vor der SPD.

18.59 Uhr: Hilchenbach hat jetzt die Hälfte ausgezählt: Fuchs-Dreisbach etwa 50 Stimmen vor Schneider, die CDU etwa 70 Stimmen vor der SPD.

18.55 Uhr: Mittlerweile ist in 127 gut ein Viertel der Stimmbezirke ausgezählt: Anke Fuchs-Dreisbach hat um die 250 Stimmen Vorsprung vor Samir Schneider. In 126 sind 36 von 168 Bezirken ausgezählt: Adhemar Molzberger liegt 600 Stimmen hinter Jens Kamieth.

18.50 Uhr: Wer an diesem Abend die SPD irgendwo vorn sehen will, muss nach Kreuztal schauen: 31.3 Prozent für Samir Schneider, 30,03 für Anke Fuchs-Dreisbach. Aber auch hier hat die CDU die Nase vorn bei den Zweitstimmen - bei einer Auszählung von erst vier von 29 Bezirken. Hilchenbach, die andere von beiden 2017 noch roten Kommunen im Siegerland, scheint dagegen ganz zur CDU zu kippen.

18.47 Uhr: Johannes Remmel wertet das gute Ergebnis seiner Partei auch als persönlichen Erfolg: Auch wenn er dem neuen Landtag mit großer Wahrscheinlichkeit nicht angehören wird, mache das Ergebnis demütig - gleichzeitig sei er von großer Freude erfüllt, verspüre auch Genugtuung. „Der Sprung von vor fünf Jahren zu heute ist gewaltig“, sagte er.

18.45 Uhr: Die Ergebnisse kommen derzeit vor allem vom Land: aus Wittgenstein, Burbach, Freudenberg, Netphen und Neunkirchen. Die AfD ist im 126er Wahlkreis mit Henning Zoz bei Erst- und Zweitstimmen über neun Prozent und damit dritte Kraft. Im 127er Wahlkreis mit Christian Zaum liegt die AfD bei knapp unter neun Prozent. Die Grünen sind in 126 bei über elf, in 127 unter 10 Prozent. Die FDP ist in 126 bei 6,5 Prozent, in 127 knapp unter fünf.

18.35 Uhr: Das Bild eine halbe Stunde nach Schließung der Wahllokale prägen die kleinsten Ortschaften: Jens Kamieth führt im 126er Wahlkreis mit 41,6 Prozent vor Adhemar Molzberger (28,4 Prozent), bei den Zweitstimmen sieht es ähnlich aus. Dort ist die AfD noch auf Platz 3 vor den Grünen und der FDP. Im 127er Wahlkreis liegen führt Samir Schneider mit 362 Stimmen vor Anke Fuchs-Dreisbach (352). Bei den Zweitstimmen liegen CDU mit 343 Stimmen und SPD mit 340 fast gleichauf.

18.30 Uhr: Und um 18.26 Uhr: Neunkirchen-West an die CDU.

18.28 Uhr: Es geht weiter: Netphen meldet Afholderbach/Sohlbach, die CDU ist vorn. Aus Freudenberg: Oberholzklau und Bottenberg an die CDU, Mausbach/Alte Heide an die SPD.

18.25 Uhr: Das erste Siegerländer Ergebnis kommt um 18.17 Uhr aus Niederholzklau. Jens Kamieth (CDU) liegt mit 23 Stimmen deutlich vor Adhemar Molzberger (SPD) mit 15 Stimmen.

18.11 Uhr: „Hoch die Tassen“, sagt der Grüne Landtagsabgeordnete Johannes Remmel nach der ersten Prognose über das Ergebnis seiner Partei. Vor allem bei den SPD- und FDP-Vertretern und -Anhängern im Kulturhaus Lyz hingegen gibt es mindestens lange Gesichter.

18.09 Uhr: Nach der 18-Uhr-Prognose haben weder Christian Zaum (AfD) noch Manuela Köninger (Grüne) eine Aussicht auf ein Landtagsmandat. Die Grünen haben nach der Prognose 40 Sitze, Manuela Köninger ist auf Platz 43,. Die AfD hat 14 Sitze - oder 13, wenn die FDP drin bleibt. Christian Zaum ist auf Platz 16.

18.04 Uhr: Die landesweite Prognose sieht momentan aus wie folgt: 35 Prozent für die CDU, 28 Prozent für die SPD, 5,5 Prozent für die FDP, 5,5 Prozent für die AfD, 18 Prozent für die Grünen, 2 Prozent für die Linken und 6 Prozent für andere Parteien.

18.00 Uhr: Die Wahllokale sind nun geschlossen. Jetzt heißt es: Warten auf die Ergebnisse. Wir halten Sie in unserem Newsblog auf dem Laufenden.

17.16 Uhr: Die landesweite Wahlbeteiligung bis 16 Uhr liegt bei 53 Prozent, das teilt Landeswahlleiter Wolfgang Schellen mit. Sie liegt damit niedriger als 2017, als bis zum gleichen Zeitpunkt 59 Prozent der Wahlberechtigten wählen gegangen waren.

17.00 Uhr: Die Wahllokale schließen in einer Stunde – noch ist Zeit, um wählen zu gehen. Erwartet wird in den beiden Wahlkreisen in Siegen-Wittgenstein ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

14.22 Uhr: Auf ihren Facebook-Kanälen richten sich die Direktkandidatinnen und -kandidaten an ihre Wähler: Jens Kamieth (CDU) gibt eine Wahlempfehlung ab, Samir Schneider (SPD) bedankt sich bei seinen Unterstützern und seiner Familie, und Andreas Weigel (FDP) wirbt dafür, wählen zu gehen und hat ebenfalls eine Wahlempfehlung.

13.06 Uhr: In NRW zeichnet sich eine ähnlich hohe Wahlbeteiligung wie bei der Landtagswahl 2017 ab, das berichtet die Deutsche Presse Agentur (DPA): 36 Prozent der Wahlberechtigten haben demnach bis 12 Uhr ihre Stimme abgegeben. Vor fünf Jahren waren es 34 Prozent. Für die Schätzung wurden in acht Kreisen und kreisfreien Städten Stichproben genommen. Landeswahlleiter Wolfgang Schellen richtet sich indes mit einem Appell an die Wahlberechtigten: „Mit Ihrer Stimmabgabe machen Sie von einem wesentlichen Teilhaberecht unserer Demokratie Gebrauch. Sie können so Einfluss auf die Zusammensetzung des neuen Landtags und damit auf die künftige Landespolitik in Nordrhein-Westfalen nehmen.“

12.00 Uhr: In sechs Stunden schließen die Wahllokale in Siegen-Wittgenstein. Wie bei jeder Wahl gilt auch heute: Wählerinnen und Wähler sind an das Wahlgeheimnis gebunden. Das heißt, dass der Wahlzettel richtig gefaltet werden muss. Bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr hatte es einen prominenten Fauxpas gegeben.

10.24 Uhr: Sie sind noch unentschlossen, welcher Partei Sie Ihr Kreuz geben? Unter unserem News-Ticker können Sie bei allen Direktkandidaten der Wahlkreise 126 und 127 nachlesen, welche Positionen sie vertreten.

9:24 Uhr: Briefwähler, die ihren Wahlbrief noch nicht abgegeben haben, können diesen heute bis 18 Uhr beim Wahlamt am Wohnort abgeben. In Ausnahmen ist es auch noch heute bis 15 Uhr möglich, Briefwahl zu beantragen – etwa bei plötzlicher Erkrankung.

8.30 Uhr: Insgesamt rund 207.000 Wahlberechtigte im Kreisgebiet sind heute dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Sie entscheiden darüber, wer für sie in den Landtag zieht.

8.00 Uhr: Heute wird ein neuer Landestag gewählt. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet.

Wichtige Infos zur Wahl in Siegen-Wittgenstein:

Der Wahlkampf ist vorbei, Sonntag um 8 Uhr öffnen die Wahllokale. Die einen planen längst ihre Wahlpartys – die Grünen bitten Sonntag ab 17.30 Uhr in die Weißtalhalle. Die anderen mögen mit dem Wahlkampf gar nicht aufhören – die AfD trifft sich noch am Samstagabend im Hüttensaal der Siegerlandhalle. Die bestimmt letzte Podiumsdiskussion der Direktkandidaten und - kandidatinnen hat am Freitag in der Blue Box stattgefunden, zu der das Siegener Jugendparlament auch Schulkassen eingeladen hat, entweder zum Besuch im Jugendzentrum oder zum Livestream vom Klassenzimmer aus.

+++ Lesen Sie auch: Landtagswahl Siegen – Wahlkreise sind hart umkämpft +++

Das Siegerland ist offenkundig politisch umkämpftes Terrain: Hendrik Wüst, der Ministerpräsident von der CDU war da, sein Herausforderer von der SPD Thomas Kutschaty auch. Mona Neubaur von den Grünen, die bereits als künftige stellvertretende Ministerpräsidentin gehandelt wird, war in Kreuztal. Ines Brandes, Ina Scharrenbach, Karl-Josef Laumann, Herbert Reul – ein beträchtlicher Teil des Kabinetts reiste zu diversen Terminen an. Zuletzt am Donnerstag auch Yvonne Gebauer von der FDP zur Realschule Am Oberen Schloss in Siegen – für die Schulministerin sieht allerdings keine der denkbaren Konstellationen zwischen Jamaika und Ampel mehr einen Platz in der nächsten Landesregierung.

Landtagswahl in Siegen-Wittgenstein : Kandidaten und Ergebnisse für zwei Wahlkreise

Am 15. Mai 2022 entscheidet sich bei der Landtagswahl auch in Siegen-Wittgenstein, wer Nordrhein-Westfalen in den kommenden fünf Jahren regiert. Bei der Wahl zum 18. Landtag von NRW sind insgesamt 13,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – darunter rund 786.000 Erstwählende.

Wahlberechtigt in Siegen-Wittgenstein sind alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag volljährig sind, ihren Hauptwohnsitz in der Stadt haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. 2017 waren bei der Landtagswahl in Siegen-Wittgenstein 212.986 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt.

Bei der Landtagswahl werden entweder direkt im jeweiligen Wahllokal oder per Briefwahl zwei Stimmen abgegeben, die Erst- und die Zweitstimme. Die Erststimme entscheidet, welche Direktkandidaten aus dem jeweiligen Wahlkreis in den Landtag einziehen. Die Zweitstimme zählt für die jeweiligen Parteien und bestimmt damit am Ende die Sitzverteilung im 18. NRW-Landtag.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein ist in zwei Wahlkreise mit den Nummern 126 und 127 aufgeteilt und stellt demnach zwei direkt gewählte Abgeordnete. NRW ist in insgesamt 128 Wahlkreise aufgeteilt. Zum ersten Mal errechnet sich die Verteilung der Wahlkreise nicht nach der Einwohnerzahl, sondern nach der Zahl der Wahlberechtigten. Das Landeswahlgesetz wurde dafür im Jahr 2020 geändert.

Als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2022 in NRW gehen in Siegen-Wittgenstein diese Politikerinnen und Politiker ins Rennen (Meldefrist für die Namen der Direktkandidaten war der 17. März):

Landtagswahl 2022 im Wahlkreis 126 (Siegen-Wittgenstein 1)

  • Jens Kamieth (CDU)
  • Bernardo Adhemar Molzberger (SPD)
  • Andreas Weigel (FDP)
  • Henning Zoz (AfD)
  • Manuela Köninger (Grüne)
  • Mark Philip Stadler (Linke)
  • Thomas Pietruschka (Die Partei)
  • Horst Günter Linde (Freie Wähler)
  • Mark Anthony Szau (DKP)
  • Ralf Bernhard Knocke (Die Basis)
  • Jacob Kammann (Volt)

Der Wahlkreis Siegen-Wittgenstein umfasst Siegen, Freudenberg, Burbach und Neunkirchen. Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier 111.853 Wahlberechtigte, von denen 62,62 Prozent auch zur Wahl gegangen sind. Als Direktkandidat wurde bei der Landtagswahl 2017 Jens Kamieth (CDU) gewählt.

NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick: So wird gewählt
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Landtagswahl 2022 im Wahlkreis 127 (Siegen-Wittgenstein 2)

  • Anke Fuchs-Dreisbach (CDU)
  • Samir Schneider (SPD)
  • Carsten Weiand (FDP)
  • Christian Zaum (AfD)
  • Johannes Remmel (Grüne)
  • Roland Wiegel (Linke)
  • Markus Schmidt (Die Partei)
  • Marion Linde (Freie Wähler)
  • Frank Schmidt (Die Basis)
  • Luca Weber (Volt)

Der Wahlkreis Siegen-Wittgenstein umfasst Kreuztal, Hilchenbach, Netphen, Wilnsdorf, Bad Berleburg, Bad Laasphe und Erndtebrück. Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier 101.133 Wahlberechtigte, von denen 67,53 Prozent auch zur Wahl gegangen sind. Als Direktkandidatin wurde bei der Landtagswahl 2017 Anke Fuchs-Dreisbach (CDU) gewählt.

NRW wählt: Das sind die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten
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Siegen-Wittgenstein: Dafür stehen die Kandidaten

Hier stellen wir die Wahlkreiskandidaten aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein vor. Wir beschränken uns auf die derzeit im Bundestag vertretenen Parteien:

Sie kandidieren für den Wahlkreis 126 Siegen-Wittgenstein 1:

Adhemar Molzberger (SPD)

Jens Kamieth (CDU)

Andreas Weigel (FDP)

Henning Zoz (AfD)

Johannes Remmel (Grüne)

Sie kandidieren für den Wahlkreis 127 Siegen-Wittgenstein 2:

Samir Schneider (SPD)

Anke Fuchs-Dreisbach (CDU)

Manuela Köninger (Grüne)

Christian Zaum (AfD)

Carsten Weiand (FDP)

Roland Wiegel (Linke)

So war das Ergebnis der Landtagswahl 2017 in Siegen-Wittgenstein

Bei der Landtagswahl 2017 gewann die CDU in beiden Wahlkreisen und holte beide Direktmandate. Als Direktkandidaten gewählt wurden Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth.

Bei den Zweitstimmen beider Wahlkreise gab es dieses kreisweite Ergebnis bei der Landtagswahl 2017:

  • CDU 34,13 Prozent
  • SPD: 36, 76 Prozent
  • FDP: 11,01 Prozent
  • AfD: 8,23 Prozent
  • Grüne: 5,06 Prozent Linke 4,48 Prozent

Weitere Texte zur Landtagswahl in NRW lesen Sie hier:

Die Wahlbeteiligung in Siegen-Wittgenstein war mit 64,95 Prozent etwas niedriger als landesweit (65,2 Prozent). Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2021 lag die Wahlbeteiligung in Siegen-Wittgenstein bei 78,09 Prozent, bei der Kreistagswahl 2020 hingegen nur bei 55,83 Prozent.

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