Gründer

Latiera-Pralinés: Herrchen und Hund naschen gemeinsam

Fabian Dittrich, Masterstudent an der Universität Siegen, hat das Unternehmen Latiera Pralines gegründet. Er bietet Pralinen für Menschen und Hunde an - in einer Kombipackung. Die Geschäftsidee: Ein perfektes Geschenk für Hundefreunde. Testhund Oliver scheint überzeugt.

Foto: Latiera Pralines

Fabian Dittrich, Masterstudent an der Universität Siegen, hat das Unternehmen Latiera Pralines gegründet. Er bietet Pralinen für Menschen und Hunde an - in einer Kombipackung. Die Geschäftsidee: Ein perfektes Geschenk für Hundefreunde. Testhund Oliver scheint überzeugt. Foto: Latiera Pralines

Weidenau.   Siegener Student gründet Start-up für ein perfektes Dankeschön für Hundebesitzer: Pralinen für Mensch und Hund in einer Schachtel.

Mensch und Hund naschen selten aus derselben Schachtel. Das mag im Normalfall gute Gründe haben, Fabian Dittrich aus Netphen-Deuz hat aber eine Lösung, die Zwei- und Vierbeiner ganz offiziell an einen Tisch bringt. Der 25-jährige Masterstudent für Wirtschaftsrecht an der Uni Siegen ist Gründer des Starts-ups „Latiera-Pralinés“: Seine Produkt ist eine Pralinenschachtel, die, sauber voneinander getrennt, Leckeres für beide Spezies bereithält.

Die Idee...

... hatte Johannes Offergeld, einer der beiden Partner, mit denen Dittrich schon die mittlerweile eingestellte Online-Plattform Cadopi gegründet hat (siehe Infobox rechts). „Wir wollten ein perfektes ,Dankeschön’ für Hundebesitzer – ein Mitbringsel, mit dem man als Besucher Wertschätzung gegenüber Gastgeber und Hund zum Ausdruck bringt“, erläutert Dittrich. Hundeschokolade und -pralinen gab es zwar schon, aber eben nicht im Präsent-Set mit Süßigkeiten für Menschen. „Wir haben uns gewundert, wieso es das auf dem Markt noch nicht gibt. Unsere Grundidee ist, dass es zwei Geschenke in einem sind.“ Inzwischen führt Dittrich das Projekt alleine fort.

Das Produkt...

... soll „schon etwas Exklusives sein, eben ein Geschenk“, sagt Dittrich. Eine Schachtel kostet 15,90 Euro. Der schwarze Schuber enthält acht Pralinen, vier für Menschen, vier für Hunde. Latiera bezieht diese von zwei verschiedenen Lieferanten. Die Menschen-Pralinen werden aus Schweizer Schokolade in Deutschland hergestellt. Hohe Qualität sei wichtig, betont der Master-Student, „wir haben da schon einige Sorten durchprobiert und uns dann für etwas Klassisches entschieden“. Die Hundepralinen werden von einem anderen Anbieter produziert – mit speziellen Zutaten. Es handele sich zwar vom Grundsatz her um „normale Schokolade“, sagt Dittrich; aber der in der Süßigkeit enthaltene Stoff Theobromin „ist auf ein Minimum reduziert“. Im Gegensatz zu Menschen können Hunde diese Substanz nämlich nicht abbauen, was schlimmstenfalls tödlich enden kann. Das ist auch der Grund, wieso Hunde niemals herkömmliche Schokolade fressen sollten.

Die Verträglichkeit...

... sei unabhängig für beide Zielgruppen gewährleistet, versichert der Gründer. Zu beachten sei nur, dass es sich trotz allem um ein Leckerli für die Tiere handele, das in verantwortungsvollen Maßen serviert werde sollte. Falls Herrchen oder Frauchen aus irgendwelchen Gründen einmal in die falsche Ecke der Schachtel greifen, sei der Verzehr ebenfalls unbedenklich. Das Geschmackserlebnis sei dann nur etwas anders, als es von Pralinen für gewöhnlich zu erwarten sei, unter anderem weniger süß.

Die Verpackung...

... ist kein simpler Karton, sondern ein durchdachtes Konstrukt, das mehrere Anforderungen erfüllen muss. „Tierfutter darf nicht unverpackt neben Lebensmitteln liegen“, erklärt Dittrich, darum sind die Hundepralinen, übrigens alle in Herzform, in Goldfolie eingeschweißt. Das hat den positiven Nebeneffekt, dass eine Verwechselung leichter vermieden wird. Außerdem befinden sich beide Produkte jeweils in einer eigenen Schachtel getrennt voneinander in der großen Box.

Der Gründer ...

... arbeitet neben dem Studium an seinem Unternehmen, „doch danach möchte ich von meiner Gründung leben“. Nach der Schule habe er eine Ausbildung zum Steuerfachangestellten begonnen, nach einem Jahr aber abgebrochen. „Für mich gibt es nur einen Weg: die Selbstständigkeit“, betont der 25-Jährige. „Nur da kann ich mich voll entfalten. Und ich trage am Ende auch gern selbst die Verantwortung.“ Das Gründerbüro der Uni Siegen unterstützt ihn, stellt ihm kostenlos ein Büro zur Verfügung, vermittelt Ansprechpartner, finanzierte dem jungen Unternehmen auch einen Stand auf einer Fachmesse in München.

Die Ziele...

. .. sind klar: „Dass Latiera irgendwann die Marke ist, die Menschen und Tiere gleichermaßen glücklich macht“, sagt Dittrich. Mit den Pralinen alleine werde das wohl nicht gelingen, darum gibt es bereits Ideen für weitere Kombi-Produkte. Der Gründer denkt zum Beispiel an Geschenk-Sets mit Hand- und Pfotencreme. Nun steht zunächst einmal das Weihnachtsgeschäft an, in das Dittrich große Hoffnungen setzt. Der Verkauf einer ersten Pralinen-Charge im Frühjahr „lief vielversprechend“, nun sucht er noch weitere Online-Shops, um sein Produkt vermarkten zu können.

>>>>INFO: Erfahrungen mit Start-ups

Fabian Dittrich gehörte bereits zum Gründertrio des studentischen Start-ups Cadopi: Einer Plattform, auf der Händler Tierbedarf verkaufen.

Cadopi stellte den Betrieb im Frühjahr 2017 ein. Es sei gut gelaufen, gerade deshalb habe es aber für ein kleines Team große Herausforderungen bedeutet, wie der Facebookseite des Projekts zu entnehmen ist.

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