Workshop

Leben retten: Schüler wissen jetzt, wie’s geht

Günter Nöll, Dominique Gräbener, Markus Lange, Sören Leopold, Prof. Dr. med. Michael Buerke und  Tim Rademacher (v. l.)beteiligen sich an der Aktion.  Foto:Privat

Günter Nöll, Dominique Gräbener, Markus Lange, Sören Leopold, Prof. Dr. med. Michael Buerke und Tim Rademacher (v. l.)beteiligen sich an der Aktion.  Foto:Privat

Wilnsdorf.  60 Teilnehmer des Wilnsdorfer Gymnasiums machen mit beim Kursus vom St. Marien-Krankenhaus. Es geht um Reanimation.

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„Hallo? Hören Sie mich?“ Die 15-jährige Lena klopft gegen die Schulter und die Wangen der Reanimationspuppe, die vor ihr auf dem Boden liegt. Sie neigt sich über den Kopf und horcht, ob der Atem noch zu hören ist. Nach und nach geht sie die Schritte durch, die Prof. Dr. med. Michael Buerke, Chefarzt der Kardiologie im St. Marien-Krankenhaus Siegen, und der Rettungssanitäter Markus Lange kurz zuvor noch einmal ins Gedächtnis gerufen haben. Laura ist eine von 60 Jugendlichen des Wilnsdorfer Gymnasiums, die in einem Workshop lernen, Leben zu retten – indem sie reanimieren.

Zu Beginn des Projekts wurden in einem Vortrag die Grundlagen des Herz-Kreislaufsystems und der Reanimation vermittelt. Im zweiten Teil standen für die Schülerinnen und Schüler der neunten Jahrgangsstufe dann die praktischen Übungen in kleineren Gruppen auf dem Programm. Erst prüfen, dann rufen und drücken – mit Hilfe der Puppe übt Laura in der Aula des Gymnasiums die richtigen Handgriffe. Sie braucht Kraft dafür, es ist anstrengend. Die Übungspuppen wurden unter anderem vom DRK Siegen zur Verfügung gestellt.

„Uns lag es am Herzen, ein solches Projekt durchzuführen“, sagt Schulleiter Sören Leopold. Initiator Günter Nöll ist Beauftragter der Deutschen Herzstiftung und ergänzt: „Wenn wir es schaffen, bei den Jugendlichen etwas mehr Sicherheit für den Notfall zu vermitteln, dann hat unser Projekt sein Ziel schon erreicht.“ Im Rahmen der bundesweiten Initiative „Ein Leben retten – 100 pro Reanimation“ unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Gesundheit wurde die Aktion ins Leben gerufen und vom Schulausschuss der Kultusministerkonferenz im März ausdrücklich unterstützt.

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