Anlieger wollen Lärmschutz während der Bauzeit / Beweissicherungsverfahren während der Tunnelbohrung

Letzte Ausfahrt Niederschelden

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Niederschelden. (rai/bor) Die Bauarbeiten für die HTS im Siegener Süden könnten bald beginnen - wenn die Anwohner in Niederschelden mitmachen.

Im Volkshaus Niederschelden haben die betroffenen Bürger, die bereits schriftlich Einwendungen erhoben haben, ab 10 Uhr die Möglichkeit, ihre Bedenken mit Vertretern des Landesbetriebs Straßen NRW zu diskutieren - die Öffentlichkeit muss allerdings draußen bleiben. Die Moderation übernimmt Ulrich Felder von der Bezirksregierung Arnsberg: „Wir werden genügend Zeit mitbringen und dafür Sorge tragen, dass jeder Bürger seine Einwände in einer sachlichen Atmosphäre vortragen kann”, so Felder. Insgesamt haben 19 Bürger im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen bei der Bezirksregierung geltend gemacht. Dabei geht es im Wesentlichen um Lärm- und Naturschutz, dem nicht ausreichend Rechnung getragen worden sei. Ein weiterer Einwand: Beim HTS-Weiterbau seien mehr Schadstoffemissionen zu erwarten, als es die Berechnungen der Planer angeben. Für den HTS-Weiterbau nach Süden haben die Planer Obstwiesen im Bereich der Sieg als bei neuen Baugebieten vorgeschriebe Ausgleichsflächen angegeben. Die Eigentümer wollen aber nicht verkaufen und haben deshalb ebenfalls bereits schriftlich Einwand erhoben. Im Anschluss an den Erörterungstermin am Dienstag werden die Planungsunterlagen mit einem Abschlussbericht an das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW gesandt. Die Anwohner haben Sorge, dass sie unter den Bauarbeiten erheblich leiden werden. Deshalb müsse der Landesbetrieb Straßen dafür sorgen, dass entsprechender Lärmschutz installiert wird. Während der Tunnel durch den Bühlrücken gebohrt wird, solle auch ein Beweissicherungssystem installiert werden, um Schäden an Wohnhäusern zu dokumentieren. Dabei steht den Einwendern das Beispiel von Hausbesitzern am Ziegenberg vor Augen. Einwendungen gibt es auch von den Anwohnern am Knesberich im Bereich der katholischen Kirche, aber auch von Anliegern aus Mudersbach, wo die HTS endet. Das Planfeststellungsverfahren für die HTS im Siegener Süden läuft bereits seit einiger Zeit. Nach den Problemen in den achtziger Jahren in Siegen-Mitte hatte der Landesbetrieb besondere Sorgfalt in der Abwägung walten lassen. Das Problem: Sollten die Sorgen der Einwender nicht behoben werden, könnte es neue Klagen geben.

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