Brauchtum

Martinszug in Hilchenbach: Fackeln, Laternen und ein Eimer

Beim St.-Martinszug der Florenburg-Grundschule in Hilchenbach ist an alles gedacht – sogar an die Beseitigung von Hinterlassenschaften des Pferdes.

Beim St.-Martinszug der Florenburg-Grundschule in Hilchenbach ist an alles gedacht – sogar an die Beseitigung von Hinterlassenschaften des Pferdes.

Foto: Kai Osthoff / K-MediaNews.de

Hilchenbach.  In Hilchenbach ist nach der Diskussion um Hinterlassenschaften von Pferden beim St.-Martinszug nun an alles gedacht – dank Eimer und Schaufel.

Mit Fackeln und Laternen starteten die Jungen und Mädchen der Florenburg-Grundschule am Freitagabend vom Marktplatz aus ihren traditionellen St.-Martinszug. An der Spitze übernahm Alicia Hammer aus Siegen auf ihrem Isländer „Knuth von der Sieg“ die Rolle des heiligen St. Martins.

Oliver Klimke ist allzeit bereit

Die Route führte durch die Unterzeche zurück zum Marktplatz. Über den Fußweg am Rathaus ging es über die Rothenberger Straße entlang des Gerberparks in den Innenhof der Alloheim Senioren-Residenz. Dort sangen die Kinder und erzählten eine Geschichte. Dank einer professionellen Beschallungsanlage kamen auch die Bewohnerinnen und Bewohner in den oberen Stockwerken in den Genuss der Kinderstimmen. Schulleiterin Anja Koch erwähnte in ihren Begrüßungsworten auch die wunderbar farbig angestrahlten Bäume. Danach wanderte die große Gruppe zum gemütlichen Ausklang auf den Schulhof. Hier gab es Kinderpunsch, Glühwein, Grillwürstchen und Stutenmänner.

Während sich die Kinder an Fackeln und Laternen erfreuten und damit stolz durch Hilchenbach liefen, hatte sich der Hilchenbacher Oliver Klimke mit einem grünen Eimer und einem Schäufelchen bewaffnet. „Für den Fall, dass dem Pferd mal etwas hinten rausfällt“, erzählte er lachend. Der zweifache Vater hatte seine beiden mittlerweile erwachsenen Söhne in der Vergangenheit auch immer beim St. Martinszug der Florenburg-Grundschule begleitet.

Hilfe direkt angeboten

„Ich fand diese Veranstaltung immer ganz toll. Als ich bei Facebook vor einigen Monaten die Diskussion wegen der Pferdeäpfel gelesen habe, habe ich meine Hilfe angeboten“, erklärte er. „Falls das Pferd diesmal wieder etwas verloren hätte, hätte ich sofort eingreifen können. Außerdem hatte sich ein weiterer Mann aus Hilchenbach bereiterklärt, zu helfen. Ich habe ihm aber abends geschrieben, er brauche nicht mehr zu kommen, da alles sauber sei.“

Diese Aussage stimmte zwar nur bedingt, wurde aber von Oliver Klimke schön erklärt. Denn ein wenig dampfte es am Ende doch an einer Stelle auf der Grünfläche des Alloheims. „Der ist mit gar nicht aufgefallen, doch da muss ich ihn ja nicht wegmachen. Ist ja guter Naturdünger“, so Klimke schmunzelnd

Tommy Aderhold vom Förderverein der Grundschule freute sich sehr über den guten Verlauf des St. Martinszugs. Vor allem freute er sich über die Mithilfe aller ehrenamtlicher Helfer und das Engagement von Oliver Klimke.

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